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Atommüll in Asse: Umweltminister fordert Tempo bei Bergung

Seit Jahrzehnten gibt es ein Kommen und Gehen der Umweltminister am maroden Atommülllager Asse in Niedersachsen. Zu mehr Vertrauen der Menschen vor Ort hat dies aber nicht geführt. Kann der Grünen-Politiker Meyer dies ändern?
Treffen zur Fahrrinnenanpassung der Unterweser Nord
Christian Meyer (Grüne), Umweltminister von Niedersachsen. © Sina Schuldt/dpa

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer pocht auf mehr Tempo bei der Rückholung der radioaktiven Abfälle aus dem maroden Atommülllager Asse. «Die Anlage muss schnell und sicher geräumt und stillgelegt werden», sagte der Grünen-Politiker vor einem Besuch am Mittwoch im Landkreis Wolfenbüttel. Die Pläne für die Bergung des schwach- und mittelradioaktiven Abfalls sollten aus Sicht des Ministers von der zuständigen Bundesgesellschaft für Endlagerung konkretisiert werden.

Zunächst will sich Meyer am Mittwoch unter Tage über den Stand der Rückholarbeiten informieren. Anschließend soll es eine Begehung des Baugrunds für ein mögliches Zwischenlager geben, bevor am Abend ein Bürgerdialog ansteht. Der ungelöste Konflikt um ein Zwischenlager sowie ein Vertrauensverlust in der betroffenen Region führten im vergangenen Jahr zum Ende eines kritischen Begleitprozesses.

In dem ehemaligen Bergwerk bei Remlingen im Landkreis Wolfenbüttel liegen in 13 Kammern rund 126.000 Fässer mit den radioaktiven Abfällen. Weil Wasser eindringt, muss das Lager geräumt werden. Die BGE mit Sitz in Peine ist für den gesetzlichen Auftrag zuständig, die Anlage unverzüglich stillzulegen. Die Rückholung soll nach letzten Planungen 2033 starten, allein bis dahin rechnet die BGE mit Kosten von rund 4,7 Milliarden Euro und gibt eine Unsicherheit von plus minus einer Milliarde Euro an.

Mit Blick auf das Zwischenlager setze sich Niedersachsen weiterhin für eine transparente Klärung der Standortfrage mit offenem Ausgang ein, teilte das Umweltministerium vorab mit. Der Bund solle sich aktiver vor Ort einbringen und auf die Argumente der Region eingehen.

© dpa
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