RWE will keine neuen Brennelemente für AKW Emsland bestellen

Für das Atomkraftwerk Emsland im niedersächsischen Lingen wird der Energiekonzern RWE nach eigenen Angaben keine neuen Brennelemente bestellen. «Der Bundeskanzler hat die Entscheidung gefällt, dass wir bis Mitte April in den Streckbetrieb gehen», sagte RWE-Finanzvorstand Michael Müller am Donnerstag in Essen. «Das werden wir dementsprechend so auch einrichten und Brennelemente werden wir deshalb auch nicht bestellen.»
Das Kernkraftwerk Emsland. © Sina Schuldt/dpa/Archivbild

Der Manager antwortete damit auf die Frage, wann RWE sich angesichts der Debatte um eine weitere Laufzeitverlängerung mit der Frage nach dem Kauf neuer Brennelemente beschäftigen werde. Scholz hatte am Mitte Oktober entschieden, dass die verbleibenden drei deutschen Atomkraftwerke bis maximal Mitte April 2023 weiterlaufen können.

RWE rechnet nach Müllers Angaben damit, dass das Kraftwerk Emsland bis April im Streckbetrieb insgesamt 1,7 Terawattstunden Strom produzieren kann. «Die sind bisher noch nicht vermarktet.» Sie sollen im Spotmarkt verkauft werden, sagte Müller weiter. Bei Spotmarktgeschäften geht es um den kurzfristigen Handel mit einer Stromlieferung noch am gleichen Tag oder am Folgetag.

© dpa
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