Mehr Arbeitslose wegen Geflüchtete und Schulabgängern

In Niedersachsen und Bremen steigt die Arbeitslosigkeit. Die Arbeitsagentur führt das auf vorübergehende Effekte zurück. Doch auch längerfristig gibt es Sorgen.
"Agentur für Arbeit" hängt über dem Eingang der Bundesagentur. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen ist im August gestiegen. Sie legte im Vergleich zum Juli um 9275 auf 245.390 zu. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Punkte auf 5,6 Prozent. Als Gründe verwies die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch zum einen auf Schulabgänger, die sich für den Sommer arbeitslos gemeldet haben. Zum anderen komme die Registrierung von Ukraine-Flüchtlingen hinzu. Landesweit seien 21.237 Flüchtlinge arbeitslos gemeldet.

Der Chef der Regionaldirektion, Johannes Pfeiffer, betonte, dabei handle es sich allerdings um vorübergehende Effekte. «Mittel- und langfristig sind fehlende Energiesicherheit und Arbeitskräftemangel die größten Bedrohungen für den Arbeitsmarkt», sagte er. «Die schwierige Situation auf dem Ausbildungsmarkt gibt einen Vorgeschmack auf die künftige Entwicklung.»

So seien zuletzt noch 17.171 Ausbildungsplätze im Land unbesetzt gewesen - und damit deutlich mehr als im Vorjahr (plus 14,5 Prozent). Insgesamt seien für das anstehende Ausbildungsjahr 53.436 Plätze, aber nur 43.291 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet worden.

Die Unterbeschäftigung in Niedersachsen, die auch Menschen umfasst, die Arbeit suchen, allerdings erkrankt sind oder an einer Qualifizierung teilnehmen, lag bei 311.786 Personen. Das sind 1,1 Prozent mehr als zur gleichen Zeit vor einem Jahr.

Auch im Zwei-Städte-Staat Bremen ist die Arbeitslosigkeit erneut gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen lag im August mit 39.178 um 4,0 Prozent höher als im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg auf 10,7 Prozent (Vormonat: 10,3 Prozent). Die Unterbeschäftigung lag mit 51.474 Personen um 0,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Land Bremen waren zudem noch 1499 Ausbildungsplätze unbesetzt - eine deutliche Steigerung von 58,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

© dpa
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