Allianz Trade: Energiewende schafft rund 400.000 neue Jobs

05.05.2022 Die von der neuen Bundesregierung forcierte Energiewende kann nach Einschätzung des Kreditversicherers Allianz Trade bis 2032 mehr als 400.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Als Einstieg in den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien hatte das Kabinett Anfang April das sogenannte Osterpaket von Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) beschlossen. «Das Osterpaket könnte ein echter Job-Motor werden», sagte die Volkswirtin Katharina Utermöhl laut Allianz-Trade-Mitteilung vom Donnerstag in Hamburg. «Auch für die Wirtschaft dürfte es mittelfristig als Turbo wirken und das Wirtschaftswachstum ankurbeln.»

Die Sonne geht hinter Windrädern auf. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Allerdings sprach die Ökonomin auch von ehrgeizigen Plänen, für deren Realisierung noch viele Hürden überwunden werden müssten. Sie nannte Bürokratiehemmnisse, rasante Preissteigerungen, Störungen der Lieferketten, knappe Rohstoffen sowie Arbeitskräftemangel. «Zudem erfordert das Paket entsprechende Investitionen der Privatwirtschaft. Wenn dies gelingt, ist das ein Wendepunkt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft.»

Eine Umfrage von Allianz Trade (früher Euler Hermes) hatte zuletzt ergeben, dass das Thema Nachhaltigkeit bei vielen Exportunternehmen bisher nur eine Nebenrolle spielt. «Die ambitionierten Pläne und das damit verbundene Potenzial könnten auch ein Umdenken der Unternehmen bewirken, das Thema Nachhaltigkeit stärker zu priorisieren und ihre Nachhaltigkeitsstrategien zu schärfen.»

Habecks Osterpaket, das den Startpunkt für die beschleunigte grüne Transformation der deutschen Wirtschaft markiert, umfasst einen riesigen Katalog an Vorhaben zum Ausbau von Wind- und Sonnenenergie und der entsprechenden Infrastruktur. So sollen bis 2030 sollen 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen, bis 2035 sollen es fast 100 Prozent sein. Die Allianz-Trade-Volkswirte halten das Ziel für realistisch: «Motiviert durch den Ausstieg aus russischen fossilen Brennstoffen, dürfte die Transformation des Stromsektors bereits 2035 erreicht werden.»

Die Ausbauziele für Windenergie auf See und an Land wurden dazu gegenüber den Planungen der vorigen Regierung erheblich aufgestockt, der Bau von Windrädern und Solaranlagen soll künftig als «im überragenden öffentlichen Interesse» gelten. Sollten die Pläne gelingen, trauen die Allianz-Trade-Ökonomen Deutschland «eine Vorreiterrolle innerhalb Europas» zu.

© dpa

Weitere News

Top News

Musik news

Berlin: «Familie wieder zusammen»: Seeed mit Open-Air-Marathon

Tv & kino

Medien: RBB-Affäre führt zu weiteren personellen Konsequenzen

1. bundesliga

Transfers: Wechsel perfekt: Timo Werner kehrt zu RB Leipzig zurück

Familie

57.000 Produkte: Studie zeigt Umweltauswirkungen tausender Lebensmitteln auf

People news

Leute: Trauer um «Grease»-Star Olivia Newton-John

Das beste netz deutschlands

Tipps für Eltern: Kinderfotos im Netz anonymisieren oder Zugriff beschränken

Handy ratgeber & tests

Featured: James-Webb-Aufnahmen in VR: Die Bilder des Weltraumteleskops kannst Du jetzt auch in Virtual Reality bestaunen

Auto news

Umfrage: Viele Autofahrer trauen sich Fahrprüfung nicht mehr zu

Empfehlungen der Redaktion

Regional hamburg & schleswig holstein

Allianz Trade: Studie: Kriegsfolgen können grüne Energiewende beflügeln

Wirtschaft

Außenhandel: Export: Nachhaltigkeit spielt oft nur Nebenrolle

Wirtschaft

Exportwitschaft: Allianz Trade: Welthandel von zwei Seiten unter Druck

Wirtschaft

Studie: Mehr Großpleiten erwartet: «Wenn es kracht, dann richtig»

Wirtschaft

Russische Invasion: WTO warnt vor Folgen des Ukraine-Kriegs für Weltwirtschaft

Wirtschaft

Wirtschaft: Volkswirte: Wachstum in Deutschland ernsthaft in Gefahr

Regional mecklenburg vorpommern

Energiepolitik: Schwesig will Signal aus Norddeutschland für mehr Ökostrom

Regional niedersachsen & bremen

Schnellere Planung bei Erneuerbaren braucht mehr Personal