Kampfjets vom Fliegerhorst Laage starten zu Nachtflügen

Es wird stellenweise laut am abendlichen Himmel über Mecklenburg-Vorpommern. Fast eine Woche lang üben die Kampfpiloten des Luftwaffengeschwaders 73 «Steinhoff» in Rostock-Laage das Fliegen bei Nacht.
Ein Kampfflugzeug vom Typ «Eurofighter» vom Taktischen Luftwaffengeschwader 73 «Steinhoff» startet. © Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild

Das in Laage bei Rostock stationierte Luftwaffengeschwader 73 «Steinhoff» beginnt am Montag mit einem mehrtägigen Nachtflugbetrieb. Wie die Führung des Fliegerhorstes mitteilte, muss bis einschließlich Donnerstag täglich jeweils bis 23.00 Uhr mit Flugbewegungen über Mecklenburg-Vorpommern und damit auch mit zusätzlichem Lärm gerechnet werden. «Nachtflüge sind unverzichtbarer Bestandteil der einsatzvorbereitenden Pilotenausbildung und für den Erwerb und den Erhalt von Fluglizenzen notwendig», sagte ein Sprecher der Luftwaffe zur Begründung. Doch würden die Flugbewegungen auf das erforderliche Minimum begrenzt.

Wie aus der Internetseite des Fliegerhorstes hervorgeht, besteht die Hauptaufgabe des Luftwaffengeschwader 73 «Steinhoff» in der Ausbildung aller Eurofighter-Piloten der deutschen Luftwaffe sowie der des österreichischen Bundesheeres auf dem Kampfjet. Mit der sogenannte Alarmrotte übernehme das Geschwader zudem regelmäßig Aufgaben zur Sicherung des Luftraums im Norden Deutschlands, heißt es.

Den Angaben zufolge sind in Laage regulär 35 Eurofighter stationiert. Hinzu kommen 19 Kampfjets des Schwesterverbandes «Richthofen» aus dem niedersächsischen Wittmund, die wegen Modernisierungsarbeiten dort ihre Heimstatt vorübergehend im Nordosten haben. Mit den 240 Soldatinnen und Soldaten aus Wittmund verrichten nun in Laage rund 1150 Luftwaffenangehörige ihren Dienst.

Ende Juli waren Kampfjets vom Fliegerhorst in Rostock-Laage nach Estland verlegt worden. Sie sollen im Rahmen der seit Jahren bestehenden Nato-Mission für die Luftsicherheit der baltischen Staaten an der Ostflanke des Militärbündnisses sorgen. Die vier Eurofighter gehören dem Geschwader 71 «Richthofen» an.

© dpa
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