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Versorgungslage bei Tafeln in MV kritisch

Schwindende Spenden, weniger Helfer - den Tafeln in Mecklenburg-Vorpommern geht es nach eigenen Angaben nicht gut. Das liegt auch daran, dass Supermärkte mittlerweile deutlich mehr auf eine bestimmte Sache achten.
Tafeln in Mecklenburg-Vorpommern unter Druck
Bei der Tafel in Rostock werden Lebensmittel kontrolliert, sortiert und neu in Kisten verladen. © Bernd Wüstneck/dpa

Immer mehr Menschen sind auf das kostenlose Essen der Tafeln in Mecklenburg-Vorpommern angewiesen, die haben aber gleichzeitig immer weniger zu geben: Die Tafeln im Nordosten haben seit längerem enorm zu kämpfen. «Es fehlt an allen Ecken und Kanten», sagte Kerstin Dauer, Vorsitzende der Tafeln des Bundeslandes, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Bad Sülze. Das liege auch daran, dass Schätzungen zufolge inzwischen mehr als 40.000 Menschen die Angebote der Tafeln in Mecklenburg-Vorpommern in Anspruch nähmen - über 40 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.

Demgegenüber sei die Anzahl der Ehrenamtlichen seit der Corona-Pandemie drastisch gesunken. Viele der älteren Helfer seien nicht mehr zurückgekommen. «In Mecklenburg-Vorpommern haben wir viele freie Flächen und nur einige Kleinstädte. Da sind viele Tafeln sowieso schon mit zu wenig Helfern ausgestattet», sagte Dauer. Oft müssten die engagierten Männer und Frauen deshalb extra anreisen. Und Fahrtkosten zahlen, die nicht übernommen würden.

Zudem stünden den 32 Tafeln im Bundesland mittlerweile weniger Lebensmittel zur Verfügung als früher. Ein Grund dafür ist, dass in den Supermärkten mittlerweile deutlich weniger Lebensmittel verschwendet werden. Damit bleibe jedoch für die Tafeln als Endabnehmer zu wenig übrig.

Auch bei der Rostocker Tafel, die größte der Tafeln im Bundesland, ist laut Diakonie-Sprecherin Manja Potts die Lage angespannt. Die 18 Ausgabestellen in der Stadt zählten rund 5000 Kunden pro Woche und hätten seit mehr als einem Jahr Aufnahmestopps verhängt. Lebensmittelspenden hätten sich in den vergangenen Jahren hier fast halbiert.

Laut Potts komme hier noch ein zusätzliches Problem zum Tragen: Wo zu wenig Helfer seien, würden auch zu wenig Autos fahren. Zunehmend werde es schwieriger, die Ausgabestellen zu beliefern. Hinzu kämen die gestiegenen Preise für das Kühlen von Lebensmitteln, Heizen von Räumen oder für Sprit.

Im Februar hatte das Land Mecklenburg-Vorpommern der Rostocker Stadtmission insgesamt 40.000 Euro für die gestiegenen Energiekosten zur Verfügung gestellt. «Das Geld hat geholfen, die ganz große Not zu der Zeit zu lindern», so Potts. Die Zukunft sei jedoch ungewiss.

© dpa
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