Tourismus-Auftakt: 300.000 Gäste erwartet

15.04.2022 Ostern gilt als Saisonauftakt für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Nach zwei Jahren mit starken pandemiebedingten Einschränkungen sind die Erwartungen des Gastgewerbes groß. Das Wetter allerdings hielt sich zunächst zurück.

Spaziergänger sind bei stürmischem Wetter vor der Steilküste an der Ostsee unterwegs. © Jens Büttner/dpa

Unter schweren Wolken und von Schauern begleitet ist Mecklenburg-Vorpommern am Freitag in die Tourismus-Saison gestartet. Am Vormittag waren nur vereinzelte Besucher an den Stränden unterwegs, wie Webcams etwa in Boltenhagen, Warnemünde, Binz und Ahlbeck zeigten. Am Nachmittag lockerte das Grau stellenweise auf, was etwas mehr Spaziergänger ins Freie und auf die Promenaden lockte. Kitesurfer nutzten die Brise und fegten über schaumgekrönte Wellen.

Tourismusminister Reinhard Meyer (SPD) gab sich optimistisch. Die Osterfeiertage sorgten für den ersten größeren Urlauberansturm in Mecklenburg-Vorpommern, erklärte er. «Die Tourismusbranche fährt allmählich wieder hoch. Die Buchungszahlen sind gut. Unser Land ist touristisch zum Saisonauftakt auf Ostern vorbereitet.» Die Branche rechne mit 300.000 Oster-Urlaubern. Sie hofft auch noch auf kurzentschlossene Reisende. Das Wetter wird Vorhersagen zufolge einladender: Ab Samstag soll die Sonne im Nordosten herauskommen, es bleibt aber frisch.

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie könne Ostern wieder ohne große Einschränkungen stattfinden, so Meyer. Am Gründonnerstag war die Testpflicht für Ungeimpfte in vielen Bereichen in Mecklenburg-Vorpommern gefallen. Zu den Ausnahmen gehört allerdings, dass Touristen, die nicht geimpft oder genesen sind, bei der Anreise im Hotel einen Negativtest vorlegen müssen. Im Nachbarland Schleswig-Holstein, mit dem der Nordosten im Tourismus konkurriert, wird darauf schon seit längerem verzichtet.

Die Pandemie sei noch nicht vorbei, betonte Meyer. Er appellierte an die Urlauber und Ausflügler, gegenseitig Rücksicht zu nehmen, wenn viele Menschen aufeinandertreffen. Auch eine Maske helfe weiterhin, sich vor einer Ansteckung zu schützen. In Mecklenburg-Vorpommern gilt weiterhin Maskenpflicht und Abstandsgebot in öffentlich zugänglichen Innenräumen.

Ein großes Problem für Hotels, Gaststätten und Pensionen ist Meyer zufolge die Fachkräftesituation. «Die Arbeitszeiten in den Gaststätten und der Hotellerie wird man nicht ändern können, sie orientieren sich am Gast», meinte der Minister. Viele Gastronomen beklagten eine Abwanderung durch Corona. Dieser Prozess habe aber schon vor der Pandemie eingesetzt. Es komme auf die Bindung an den Betrieb an. «Unternehmen, die sich auf ihre Beschäftigten einlassen, gehören zu den Gewinnern des Strukturwandels.» Rund 150.000 Menschen lebten direkt oder indirekt in MV vom Tourismus.

Ausnahmen vom Wegfall der 3G-Regel seit Gründonnerstag sind Krankenhäuser und Pflegeheime. In Clubs und Diskotheken gilt weiterhin sogar 2G plus. Das heißt: Besucher dort müssen geimpft oder genesen sein plus einen Negativtest haben.

Aber sonst gilt: In Innenräumen genügen Maske und Abstand. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss nun keinen Test mehr vorlegen, wenn er oder sie zum Beispiel zum Friseur, ins Restaurant, Fitnessstudio, Kino, Museum oder ins Theater geht.

In den meisten Bundesländern sind mit dem neuen Bundesinfektionsschutzgesetz die Corona-Beschränkungen schon Anfang April weitgehend weggefallen. Es gab aber die Möglichkeit, zur Aufrechterhaltung weitergehender Schutzmaßnahmen eine Region zum Corona-Hotspot zu erklären. Das hatte der Landtag für ganz Mecklenburg-Vorpommern am 24. März getan. Dies ermöglichte es der Landesregierung, die bis dahin geltenden Einschränkungen fortzuführen.

Mecklenburg-Vorpommern hatte damals Sieben-Tage-Inzidenzen bei Neuinfektionen von weit über 2000 - jetzt liegt der Wert pro 100.000 Einwohner und Woche knapp über 1000. Die Hotspot-Regelung gilt zunächst bis zum 27. April. Aufgrund der zuletzt stetig gesunkenen Infektionszahlen hatte sich die Landesregierung zuletzt aber zu den Erleichterungen entschlossen. Vor allem das Gastgewerbe hatte Druck gemacht, später auch die Kulturwirtschaft.

© dpa

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