Studie: Vergleichsweise viele Ladepunkte für E-Autos

21.04.2022 Bislang hinkt die Ladeinfrastruktur den Verkaufszahlen von Elektro-Autos deutlich hinterher. Damit das nicht zum Problem wird, sollte man den Ausbau konzentrieren, rät eine Studie.

Ein Elektroauto wird an einer Ladesäule geladen. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Obwohl Mecklenburg-Vorpommern über eine bessere Ladeinfrastruktur verfügt als der Bundesdurchschnitt, sind hier einer Studie zufolge vergleichsweise wenig E-Autos angemeldet. Dennoch geben 56,6 Prozent der Haushalte eine fehlende Ladeinfrastruktur als Hindernis für den Kauf eines Elektroautos an, wie die am Donnerstag vorgestellte Untersuchung der staatlichen KfW-Bank ergab. Bundesweit wurde der Mangel an Ladepunkten demnach hingegen von 56 Prozent der 4000 repräsentativ befragten Haushalte als Kaufhindernis genannt.

In Mecklenburg-Vorpommern sind 1,2 Prozent aller Pkw Elektroautos. Damit liegt der Nordosten deutlich unter dem gesamtdeutschen Schnitt von 2,4 Prozent. Rein rechnerisch müssen sich nur 17,4 Elektroautos einen Ladepunkt teilen, deutschlandweit sind es hingegen 23.

Die KfW-Bank bemängelt in der Studie, dass der Ausbau von Ladesäulen im Bundesgebiet «tendenziell gleichmäßig» erfolgt, was in dünn besiedelten Gebieten zu nicht kostendeckenden Angeboten führe. Öffentliche Ladepunkte für Elektroautos sollten deshalb künftig vorrangig in Ballungsräumen entstehen.

Die KfW verwies darauf, dass in den vergangenen zwei Jahren die Zahl der Elektroautos dreimal stärker gewachsen sei als die Lademöglichkeiten. Statt 8 Elektroautos müssten sich nun 23 Fahrzeuge einen öffentlichen Stromladepunkt teilen. Das liegt auch deutlich unter der ursprünglichen EU-Zielgröße von einem Ladepunkt pro zehn Elektro-Autos.

«Setzt sich dieser Trend fort, könnte dies für die Praxistauglichkeit der Elektromobilität zum Problem werden,» erklärte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Nur wenn der wachsende Ladebedarf erfüllt werde, könnten stärkere Anreize zum Umstieg auf die Elektrotechnologie gegeben werden, um so die Klimaziele für den Verkehrssektor zu erreichen.

© dpa

Weitere News

Top News

Tv & kino

RBB-Affäre: Unmut über mögliche Abfindung für Schlesinger

2. bundesliga

Trauerfeier im HSV-Stadion: «Einer von uns - nur besser»: Abschied von Uwe Seeler

Internet news & surftipps

Kriminalität: BSI warnt vor Einsatz unsicherer Funk-Türschlösser

Tv & kino

Von Hollywood bis Netflix: Thailands Höhlendrama ist das perfekte Heldenepos

Job & geld

Arbeitsrecht: Nach Urlaub in Quarantäne: Wann Beschäftigten Lohn zusteht

Tv & kino

Fernsehen: TV-Comeback von Richterin Barbara Salesch

Handy ratgeber & tests

Featured: Samsung Galaxy Z Fold4: Alle Infos zum neuen 5G-Flaggschiff im Hands-on

Handy ratgeber & tests

Featured: Samsung Galaxy Z Flip4: Alle Infos zum neuen 5G-Smartphone im Hands-on

Empfehlungen der Redaktion

Regional hamburg & schleswig holstein

Verkehr: Studie: Knapp 18 E-Autos kommen auf jeden Ladepunkt

Regional hessen

Verkehr: Studie: Hessen offener für Elektro-Autos

Auto news

Vorrangig in Ballungsgebieten: Studie: Ladepunkte für E-Autos stärker konzentrieren

Regional sachsen anhalt

Verkehr: Studie: Wenig Elektroautos und fehlende Ladepunkte

Regional rheinland pfalz & saarland

Verkehr: Menschen in Rheinland-Pfalz offener für E-Autos

Regional sachsen

Verkehr: Studie: Sachsen scheuen E-Autos wegen mangelnder Ladestation

Regional mecklenburg vorpommern

Verkehr: Elektroautos sind in Berlin und Brandenburg noch Ausnahme

Regional thüringen

Verkehr: Studie: Thüringen steht bei Ladepunkten für E-Autos gut da