Nach Rad-Unfällen: Polizei intensiviert Zweiradkontrollen

In Mecklenburg-Vorpommern haben sich im August schwere Unfälle mit Fahrradfahrern gehäuft. So kamen drei ältere Radfahrer ums Leben. Auch Unfälle mit E-Rollern gab es. Die Polizei schaut den ganzen September nun genauer hin.
Ein Polizist hält bei einer Verkehrskontrolle eine Polizeikelle in der Hand. © Jonas Güttler/dpa/Symbolbild

Nach einer Unfallserie mit Radfahrern im August nimmt die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern Zweiradfahrer nun stärker in den Blick. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Neubrandenburg sagte, werden bei den monatlichen Themen-Kontrollen im September Rad-, Moped-, Motorrad- und Roller-Fahrer intensiver als sonst kontrolliert. Außerdem werden Unfallschwerpunkte untersucht, die Beleuchtung an Zweirädern kontrolliert und unter anderem auf das Fahren auf der richtigen Straßenseite und auf Rad- statt auf Gehwegen hingewiesen.

Im August hatte es im Nordosten eine Vielzahl schwerer Unfälle mit Radfahrern und E-Radlern gegeben. Dabei waren drei Radfahrer bei Barth und in Stralsund (Vorpommern-Rügen) sowie in Alt Gaarz (Mecklenburgische Seenplatte) ums Leben gekommen. Zudem wurden in Bergen und bei Glowe auf Rügen, nahe Libnow bei Anklam, in Schwerin und in Malliß (Ludwigslust-Parchim) mehrere Zweiradfahrer zum Teil lebensbedrohlich verletzt.

Zuletzt stießen am Donnerstag bei Lobbe auf der Insel Rügen ein Auto und ein 21-jähriger Radfahrer aus Berlin zusammen. Laut Polizei hatte der Radler plötzlich die Straße überquert, so dass der 60-jährige Autofahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Der Radler wurde über die Motorhaube geschleudert und schwer verletzt.

Bei den Kontrollen will die Polizei auch auf die illegale Nutzung von Gehwegen durch E-Rollerfahrer hinweisen. Dabei hatte in Parchim ein junger E-Rollerfahrer einen Fußgänger angefahren und schwer verletzt.

Für Kinder bis zehn Jahren sei das Radfahren auf Gehwegen erlaubt, in dem Zusammenhang auch für Aufsichtspersonen, erklärte eine Sprecherin. Die thematischen Kontrollen laufen unter dem Motto «Fahren, Ankommen, Leben» im Nordosten und haben monatlich einen anderen Schwerpunkt.

© dpa
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