DB Regio dünnt Zugangebot aus: Kritik von Fahrgastverband

Die Bahn fährt weiterhin ein reduziertes Nahverkehrsangebot in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Strecke Wismar-Schwerin-Ludwigslust fallen in dieser Woche täglich neun Verbindungen aus, wie die Bahn mitteilte. Die Streichungen gelten demnach zunächst bis Freitag. Seit Juli gibt es auf der Strecke erhebliche Zugstreichungen.
Ein Regionalzug der Deutschen Bahn fährt durch einen Bahnhof. © Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild

Neu ist der Ausfall von zwei Verbindungen zwischen Schwerin und Rostock - eine am Morgen und eine am Nachmittag, ebenfalls zunächst bis Freitag. Verlängert wurden zudem die Ausfälle von täglich sieben Verbindungen zwischen Stralsund und Greifswald zunächst bis Freitag. Zwischen Pasewalk und Ueckermünde-Stadthafen fallen bis Sonntag täglich sechs Züge aus - dort gibt es einen Ersatzverkehr mit Bussen. Begründet wird das Vorgehen mit einem erhöhten Krankenstand beim Fahrpersonal.

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte die anhaltende Angebotsreduzierung der DB Regio im Nahverkehr des Landes. Die Streichungen seien mit der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) und damit mit dem Land abgestimmt, sagte der Landesvorsitzende von Pro Bahn, Marcel Drews. Er sieht dabei eine Benachteiligung des ländlichen Raums.

Während auf den betroffenen Strecken der Stundentakt über weite Teile des Tages aufgegeben werde, fahre die ebenfalls von DB Regio betriebene S-Bahn in Rostock weiterhin alle 7,5 Minuten in den Hauptverkehrszeiten. Würde der Takt dort auf 10 Minuten verlängert - was ohnehin ab Dezember 2024 am Nachmittag komme -, fiele das für die Nutzer weniger stark ins Gewicht als wenn im ländlichen Raum plötzlich nur noch alle zwei Stunden ein Zug fahre.

«Für die betroffenen Pendler, die auf die Züge angewiesen sind, ist das ärgerlich», sagte Drews. Funktioniere der Nahverkehr in einer Region über längere Zeit nicht richtig wie derzeit auf einigen Strecken in MV, stiegen Pendler aufs Auto um. Sie seien erfahrungsgemäß dann für den Öffentlichen Nahverkehr vorerst verloren.

© dpa
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