Inflation weiterhin auf hohem Niveau

Die Heizölpreise haben sich innerhalb eines Jahres verdoppelt und auch bei anderen Energieträgern dreht sich die Preisspirale. Doch sind die Energiekosten längst nicht die einzigen Treiber der Inflation.
Ein Verkäufer greift an einem Obst- und Gemüsestand in eine Kiste mit Erbsen. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Preissprünge bei Energie und Lebensmitteln treiben die Lebenshaltungskosten in Mecklenburg-Vorpommern weiter nach oben. Mit 8,1 Prozent überstieg die Teuerungsrate im Juni zum zweiten Mal in Folge die 8-Prozent-Marke. Im Mai hatte die Inflation im Nordosten mit 8,3 Prozent ein Allzeithoch erreicht. Wie aus den am Freitag vom Statistischen Amt in Schwerin veröffentlichten Daten weiter hervorgeht, wurde im Juni erstmals seit Beginn dieses Jahres wieder eine leichte Abschwächung des Preisauftriebs registriert. Im Januar hatte die Inflationsrate in Mecklenburg-Vorpommern 5,3 Prozent betragen, im Januar 2021 noch 0,9 Prozent.

Als Haupttreiber der Inflation weist die Statistik weiterhin die Energiekosten aus. So mussten Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern im Juni für Heizöl doppelt so viel bezahlen wie ein Jahr zuvor. Gas war um 24,8 Prozent, Strom um 28,8 Prozent teurer. Auch Bezieher von Fernwärme mussten tiefer in die Tasche greifen, die Kosten stiegen um 23,7 Prozent. Bei Benzin und Diesel betrug der Preisanstieg zum Vorjahr 36 Prozent, im Vergleich zum Mai gaben die Preise an den Zapfsäulen allerdings leicht nach.

Dafür mussten Konsumenten im Supermarkt weitere Preissteigerungen hinnehmen. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich binnen Jahresfrist im Nordosten um 12,9 Prozent. Besonders kräftig fielen die Aufschläge laut Statistikamt erneut für Mehl mit 57,1 Prozent und Butter mit 51,1 Prozent aus. Die Preise für Eier legten um 34,8, für Fleisch und Wurst um 19,9, für Kaffee um 23,4 Prozent zu. Auch Gemüse wurde teurer, lediglich bei Salat gaben die Preise nach.

Für Hotelübernachtungen und Gaststättenbesuche mussten durchschnittlich 10,1 Prozent mehr bezahlt werden als im Juni 2021. Die Telefonrechnungen änderten sich nach Angaben des Statistikamtes nicht, für Kulturveranstaltungen und Freizeitvergnügen stiegen die Preise hingegen um 7,9 Prozent.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hatte deutschlandweit einen Anstieg der Verbraucherpreise im Juni um 7,6 Prozent gemeldet, nach 7,9 Prozent im Mai. Nach Berechnungen des Statistikamtes Eurostat erreichte die Inflationsrate in der Eurozone im Juni mit 8,6 Prozent einen Rekordstand. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angesichts der hohen Inflation für den Juli eine erste Zinserhöhung in Aussicht gestellt. Sie hinkt damit zeitlich nicht nur der US-Notenbank, sondern auch anderen europäischen Notenbanken hinterher.

© dpa
Weitere News
Top News
Sport news
Weltmeisterschaft in China: Deutsches Tischtennis-Team hat Medaille sicher
Internet news & surftipps
Suchmaschine: Neeva macht Google mit werbefreier Suche Konkurrenz
People news
Schauspielerin: Iris Berben träumt von einer gerechteren Gesellschaft
People news
Filmdreh: Baldwin einigt sich mit Familie von getöteter Kamerafrau
Tv & kino
Neu im Kino: «The Woman King»: Schwarze Frauenpower mit Viola Davis
Internet news & surftipps
Social Media: Überraschende Wende: Elon Musk will Twitter nun doch kaufen
Internet news & surftipps
E-Commerce: Auch Onlinehandel leidet unter schlechter Konsumstimmung
Job & geld
Antrag rechtzeitig stellen: Einmaliger Bedarf: Hilfe bei Heizkostennachzahlung
Empfehlungen der Redaktion
Regional mecklenburg vorpommern
Verbraucher: Inflation in MV weiterhin auf hohem Niveau
Regional mecklenburg vorpommern
Verbraucher: Inflation erreicht im Mai in MV Rekordwert von 8,3 Prozent
Regional sachsen anhalt
Inflation: Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt steigen in Rekordtempo
Regional mecklenburg vorpommern
Preise: Inflation springt im März auf Rekordwert von 7,6 Prozent
Wirtschaft
Preise: Inflationsrate steigt in der Eurozone auf Rekordwert
Job & geld
Energie und Lebensmittel: Sorge wegen steigender Preise wächst
Wirtschaft
Inflation: Energie und Lebensmittel: Sorge wegen steigender Preise
Regional hessen
Verbraucher: Inflationsrate in Hessen im Juni bei 8,1 Prozent