Steigende Kosten: Agrarwirtschaft fordert mehr Unterstützung

Die drohenden Ausfälle von Lebensmittellieferungen infolge des Ukraine-Krieges rücken die deutsche Landwirtschaft wieder stärker in den Fokus. Diese bekommt die Auswirkungen des Krieges durch steigende Kosten zu spüren - und fordert Hilfe.
Tobias Blömer, Vorsitzender der Agrar- und Ernährungswirtschaft MV. © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern fordern als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine und drastische Kostensteigerungen für Diesel und Düngemittel mehr Unterstützung von Land und Bund. «In diesen Wochen geht es um wesentlich mehr als «nur» die aktuellen Turbulenzen auf den Energie- und Agrarmärkten. Die Versorgungssicherheit ist zu einer strategischen Aufgabe avanciert», erklärte Tobias Blömer, Vorstandschef der Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern, am Mittwoch.

«Nur mit gebündelten Ressourcen können wir die aktuelle Situation meistern», betonte Bauernpräsident Detlef Kurreck und bezog dabei auch die verarbeitende Industrie und den Lebensmitteleinzelhandel mit ein. Schon seit langem klagen Bauern über zu geringe Erzeugerpreise, die den Angabe nach vor allem bei Milch- und Fleischproduzenten die Kosten nicht decken. Die aktuellen Preissprünge bei Strom, Kraftstoffen, Dünger, Verpackungen, Transport und Futtermitteln würden die Lage noch verschärfen, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung weiter.

Die Lebensmittelbranche in Mecklenburg-Vorpommern sei zwar stark und werde trotz temporärer Lücken die Grundversorgung der Bevölkerung sichern, betonen Blömer und Kurreck. Doch drohten angesichts der jüngsten Preisentwicklungen immer mehr Unternehmen Liquiditätsengpässe. Um den Ausfall wichtiger Akteure und damit mögliche Versorgungsengpässe zu verhindern, müsse die Politik rasch Maßnahmen zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung und zur Kostendämpfung auf den Weg bringen.

Als Reaktion auf gestiegene Futterpreise hatte Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) bisherige Brachen zur Nutzung frei gegeben. Vom 1. Juli an können diese «ökologischen Vorrangflächen» genutzt werden, um Futter zu gewinnen oder dort Tiere weiden zu lassen. Vielen Bauern und Politikern reicht diese Regelung nicht aus. Sie drängen darauf, solche Flächen auch für den Anbau von Getreide nutzen zu können.

© dpa
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