Dehoga: Umsatzrückgänge in Hotellerie und Gastronomie

Der Ukraine-Krieg und seine politischen und wirtschaftlichen Folgen sind in den touristischen Betrieben Mecklenburg-Vorpommerns deutlich zu spüren. Nachfrage und Umsätze gehen zurück.
Das Wort «Hotel» steht auf einem Hotel. © Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild

Hotellerie und Gastronomie müssen in diesem Jahr mit deutlichen Umsatzrückgängen rechnen. Wie der Präsident des Dehoga Mecklenburg-Vorpommern, Lars Schwarz, sagte, kalkuliert die Gastronomie mit bis zu einem Viertel geringeren Umsätzen. Auch bei den Beherbergungsbetrieben gebe es zweistellige Rückgänge - «und da ist selten eine 1 davor». Dabei beginne mit dem Ferienstart in Bayern am Montag nun die kurze Zeitspanne, in der ganz Deutschland in den Sommerferien ist und die Hotels und Ferienwohnungen eigentlich ausgebucht sein müssten. Doch die Menschen seien angesichts der weltweiten Probleme vorsichtiger und zurückhaltender als in den Vorjahren.

Auch die Perspektiven für die Branche sieht Schwarz derzeit nicht besonders rosig. «In den nächsten Jahren ist im Tourismus kaum ein nennenswertes Wachstum im Tourismus zu erwarten.» Zudem werde eine mögliche Rezession die Branche als einen der personalintensivsten Wirtschaftsbereiche besonders treffen.

Die Unternehmer in den touristischen Betrieben spürten deutlich die Preiserhöhungen beispielsweise bei Lebensmitteln oder Energie. Sie könnten sie aber nicht komplett an die Kunden weitergeben, was die Probleme durch die aktuell sinkende Auslastung weiter verstärke. Dazu komme, dass die Planbarkeit der Bettenbelegung im Vergleich zu den Vorjahren nicht mehr möglich ist. «Die Buchungen kommen immer kurzfristiger», sagte Schwarz.

Gleichzeitig sei es schwierig, bei Hauptenergietreibern wie den Wellnessanlagen zu sparen. Denn bei schlechtem Wetter oder im nahen Herbst seien die Wellnessbereiche mit Schwimmbädern und Saunen als saisonverlängernde Maßnahmen genau die Argumente, die Gäste ins Land zu holen, sagte Schwarz.

Die derzeitige geringere Auslastung kaschiere auch das branchenübergreifende Problem des Fachkräftemangels. In der Corona-Pandemie hätte die Branche wegen der monatelangen Zwangsschließungen viel Personal verloren. Falls die politischen und wirtschaftlichen Umstände im kommenden Jahr wieder eine volle Auslastung ermöglichten, müsse dringend nach Möglichkeiten gesucht werden, alternative Quellen zur Mitarbeitergewinnung zu erschließen.

© dpa
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