Lauschangriff auf rare Mopsfledermaus: Nachweise in MV

Die bedrohte Mopsfledermaus wurde in weiteren Regionen des Nordostens nachgewiesen - mittels akustischer Aufnahmen. Das lässt auch Schlüsse auf den Zustand von Wäldern zu.
Eine Mopsfledermaus. © Stefan Thomas/zb/dpa/Archivbild

Mit Hilfe akustischer Aufnahmen haben Wissenschaftler in weiteren Regionen Mecklenburg-Vorpommerns die seltene Mopsfledermaus nachgewiesen. In Abtshagen (Vorpommern-Rügen) und Schwichtenberg (Mecklenburgischen Seenplatte) habe die Deutsche Wildtier Stiftung zusammen mit dem Institut für Tierökologie und Naturbildung die Tiere aufgespürt, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Das sei ein Hinweis auf Wälder mit urwaldartigen Strukturen, weil die Weibchen Rückzugsmöglichkeiten in Spalten und Rissen alter oder abgestorbener Bäume brauchten. Dort zögen sie im Sommer ihre Jungtiere groß. Die Tiere seien nur etwas größer als ein menschlicher Daumen. Das Bundesamt für Naturschutz stuft sie als stark gefährdet ein. Ihren Namen haben die Tiere von ihrer gedrungenen Schnauze. Die Nachweise erfolgten auf Flächen, auf denen sich die Natur langfristig sich selbst überlassen wird - sogenannten Flächen des Nationalen Naturerbes (NNE).

Die Tiere seien in Deutschland und Europa wieder auf dem Vormarsch, sagte Marcus Fritze, Zoologe der Universität Greifswald, «was wahrscheinlich auf den Klimawandel zurückzuführen ist». In Mecklenburg-Vorpommern gebe es die Tiere bereits seit einigen Jahren wieder, etwa auch im Raum Rostock oder an den Feldberger Seen. Mitte des vergangenen Jahrhunderts seien die Populationen wegen eines Insektengifts zurückgegangen, das aber in den 1980er Jahren verboten worden sei.

Die neuerlichen Nachweise erfolgten laut Mitteilung mit sogenannten Batcordern, welche die Rufe der Tiere aufzeichnen. In Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald sollen einzelnen Tieren genetische Probe entnommen werden, um die DNA mit der von Tieren aus anderen Regionen Deutschlands zu vergleichen. So soll mehr über Ausbreitung und den genetischen Austausch zwischen den Populationen erfahren werden.

© dpa
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