Höhere Löhne für Bus- und Straßenbahnfahrer im Nahverkehr

Bus- und Straßenbahnfahrer sowie Werkstattmitarbeiter und Büroangestellte im kommunalen Nahverkehr Mecklenburg-Vorpommerns bekommen mehr Geld. Wie der zuständige Arbeitgeberverband (KAV) am Donnerstag in Schwerin mitteilte, einigte er sich mit der Gewerkschaft Verdi auf eine stufenweise Anhebung der Löhne und Gehälter für die rund 2400 Beschäftigten in den betroffenen Nahverkehrs-Unternehmen.
Ein Bus und eine Straßenbahn stehen auf dem Marienplatz in Schwerin. © Bernd Wüstneck/dpa/Symbolbild

Rückwirkend zum 1. Juli 2022 sollen demnach die Entgelttabellen von bisher zwei auf vier Stufen erweitert und die Zahlungen um jeweils 3 Prozent, mindestens aber um 100 Euro erhöht werden. Durch die Einführung zusätzlicher Stufen und die Anrechnung erreichter Stufenlaufzeiten fallen die Erhöhungen laut Verdi teilweise höher aus. Zum 1. Juli 2023 und zum 1. Juli 2024 sollen die Löhne um weitere 3 Prozent angehoben werden. Zudem soll die durchschnittliche Wochenarbeitszeit zum 1. September 2024 von bislang 40 auf 39 Stunden bei vollem Lohnausgleich reduziert werden. Der nun vereinbarte Kompromiss steht noch unter dem Vorbehalt der Gremienzustimmung.ß

Verdi war nach Angaben von Verhandlungsführer Karl-Heinz Pliete mit einem Forderungspaket in die Gespräche gegangen. Dazu habe eine Tariferhöhung um zwei Euro pro Stunde, eine Mindestruhezeit von zwölf Stunden oder die Reduzierung der Arbeitszeit auf 38 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich gehört. Nach Berechnungen des Arbeitgeberverbandes hätte dies eine Steigerung von rund 18 Prozent bedeutet. Das lehnte dieser ab.

Wie die Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes, Carola Freier, sagte, standen die Tarifverhandlungen unter dem Einfluss der Corona-Pandemie, massiv gestiegener Energiepreise sowie einer stetig steigenden Inflation. Diese Faktoren belasteten die kommunalen Nahverkehrsunternehmen stark. «Mit dem Ergebnis der Tarifeinigung nehmen sie deutlich ihre Verantwortung als Sozialpartner auch in schwierigen Zeiten wahr, kommen dabei jedoch auch an ihre finanzielle Belastungsgrenze», sagte Freier. Der Spartentarifvertrag für Nahverkehrsbetriebe werde aktuell von fünf Unternehmen unmittelbar und von drei Unternehmen mittelbar angewendet.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Superstar zu saudischem Club?: Bericht: Ronaldo entscheidet sich für Al-Nassr
Tv & kino
Netflix: Guillermo del Toros «Pinocchio»: Ein Stop-Motion-Meisterwerk
Job & geld
Umfrage: Auch bei den Weihnachtsgeschenken wird dieses Jahr gespart
Musik news
Sänger: Robbie Williams tritt im Sommer auf königlichem Anwesen auf
Tv & kino
Featured: The Good Doctor Staffel 7: Was wir zur möglichen Fortsetzung wissen
Handy ratgeber & tests
Featured: Nachtmodus und Co.: Handykamera-Vergleich der Flaggschiffe
Das beste netz deutschlands
Schnell surfen und sparen: Den passenden Internetanschluss finden
Auto news
Grüneres Angebot: Japaner unter Strom - mehr Kompakte mit Stecker bei Toyota
Empfehlungen der Redaktion
Regional mecklenburg vorpommern
Verdi: Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr begonnen
Regional niedersachsen & bremen
Oldenburg: Wegen Warnstreiks fahren am Mittwoch keine Busse
Regional bayern
Gewerkschaft Verdi: Neuer Warnstreik am Flughafen München
Regional mecklenburg vorpommern
ÖPNV-Verkehr: Ende des 9-Euro-Tickets: Nachfolgelösung gefordert
Regional nordrhein westfalen
Tarife: Mehr Geld für Abfertigungspersonal am Düsseldorfer Flughafen
Wirtschaft
Löhne: Krisen-Tarifpoker: Gewerkschaften machen den ersten Zug
Regional hamburg & schleswig holstein
Gewerkschaft Verdi: Verhandlungsrunde um Hafenarbeiter-Löhne ergebnislos vertagt
Wirtschaft
Job: Umfrage: Lust am Arbeiten schwindet