Mieterhöhung für Studierende «Wird nicht abzuwenden sein»

Studierendenwerke bemühen sich um bezahlbaren Wohnraum für Hochschüler. Der ist traditionell knapp und wird demnächst wohl teurer. Es gibt Forderungen nach Entlastungen.
Ein Wohnheim des Studierendenwerks Rostock-Wismar in der Schlesinger-Straße. © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Studierende im Nordosten müssen sich auf steigende Mieten einstellen. «Eine Mieterhöhung zum Januar 2023 wird nicht abzuwenden sein», teilte das Studierendenwerk Greifswald auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach aktuellen Hochrechnungen des Studierendenwerks Rostock-Wismar müssten die Mieten in den dortigen Wohnheimen zum kommenden Jahr um 57 Euro angehoben werden, allein um die steigenden Energiekosten auszugleichen. Bereits zum kommenden Wintersemester steige die Durchschnittsmiete für ein Wohnheimzimmer von 260 auf 270 Euro. Grund seien auch höhere Unterhaltskosten.

Geschäftsführer Kai Hörig forderte einen staatlichen Energiekostenzuschuss für Studierende, um soziale Härten abzufedern. «Es darf nicht sein, dass Studierende aus finanzieller Not heraus ihr Studium abbrechen müssen oder gar nicht erst beginnen können.» Der von der Bundesregierung beschlossene Heizkostenzuschuss helfe nur BAföG-Bezieherinnen und -Beziehern.

Das war vor kurzem auch vom Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) Greifswald bemängelt worden. Studierende stünden kurz vor dem Winter komplett alleine da, warnte der Vorsitzende Lukas Voigt.

Das Studierendenwerk Rostock-Wismar habe erste Informationen von Versorgern zu den Preissteigerungen erhalten. «Diese werden massiv ausfallen», schrieb eine Sprecherin. Es entstünden für 2023 nach aktuellen Hochrechnungen Mehrkosten von 1,3 Millionen Euro für die Bewirtschaftung der Wohnheime. Dabei könnten die Energiepreise noch steigen. Man wolle Energie sparen, etwa indem man Flure nicht beheizt und die Bewohner auf Sparmöglichkeiten hinweist. Auch wolle man Instandhaltungsmaßnahmen verschieben und die eingesparten Mittel für Energie verwenden. «Damit legen wir nicht sofort die vollen Kosten auf die Studierenden um.»

Das Studierendenwerk erhebe Pauschalmieten inklusive aller Nebenkosten etwa für Internet und Strom. «Studierende müssen sich daher auch keine Sorgen um eine Betriebskostennachzahlung machen.»

In Wismar, Rostock und Greifswald übersteigt die Nachfrage nach Wohnraum das Angebot der Studierendenwerke. Bereits seit dem 19. August müsse man allen Interessenten absagen, hieß es aus Greifswald. Das seien bisher mindestens 340 gewesen. In Rostock stehen laut dortigem Studierendenwerk mehr als 1200 Anträge etwas über 400 Zimmern gegenüber, die zu Beginn des Wintersemesters frei würden. In Wismar seien es 250 Anträge und 200 frei werdende Zimmer.

© dpa
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