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Studie: Zahl der Migräne-Patienten in MV spürbar gestiegen

Immer mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern suchen wegen starker Kopfschmerzen ärztliche Hilfe. Nach Berechnungen der Barmer-Krankenkasse leiden inzwischen gut fünf Prozent der Menschen im Land unter regelmäßigen Migräneanfällen.
Migräne und Kopfschmerzen
Eine junge Frau fasst sich an den Kopf. © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Die Zahl der Migräne-Patienten in den Arztpraxen Mecklenburg-Vorpommerns hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren um etwa ein Fünftel erhöht. Wie die Krankenkasse Barmer in Schwerin anlässlich des Europäischen Kopfschmerz- und Migränetages am 12. September mitteilte, waren im Jahr 2021 etwa 84 000 Personen im Nordosten wegen Migräne in ärztlicher Behandlung. Der Anteil der Menschen, die schwer unter dieser häufigsten und oft mit Übelkeit einhergehenden Kopfschmerzform litten, habe sich seit 2012 von damals 4,1 auf 5,2 Prozent erhöht.

Die Barmer nutzte nach Angaben einer Sprecherin für die Analyse Krankendaten ihrer 267.000 Versicherten im Nordosten. Damit sei etwa jeder sechste Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns erfasst. Die so gewonnenen Daten seien nach einem standardisierten Verfahren auf das gesamte Land hochgerechnet worden, womit sich ein realistisches Bild der Situation ergäbe.

Den Angaben zufolge waren Frauen mit 8,2 Prozent viermal häufiger von Migräne betroffen als Männer, von denen 2,1 Prozent wegen Migräne behandelt wurden. Zudem habe die Analyse ergeben, dass Migräne bei jungen Leuten besonders häufig auftrete, hob Barmer-Landesgeschäftsführer Henning Kutzbach hervor. In der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen seien insgesamt 8,2 Prozent betroffen. In den Altersgruppen danach sinke der Anteil kontinuierlich, bei den 70- bis 79-Jährigen etwa auf 4,3 Prozent.

Die genauen Ursachen für Migräne seien noch nicht abschließend erforscht. Neben einer genetischen Veranlagung gebe es auch bestimmte Umstände oder Reize, die Migräneanfälle auslösen könnten. Als Beispiele nannte Kutzbach Wetterveränderungen, Stress, Hormonschwankungen, unregelmäßigen Schlaf oder Lärmbelästigungen.

«Migränepatientinnen und -patienten wird empfohlen, ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Dies hilft ihnen, herauszufinden, auf welche Trigger sie reagieren und wie sie diese vermeiden können», erklärte Kutzbach. Der Einsatz von Schmerzmitteln solle mit dem Hausarzt abgestimmt und mit anderen Verfahren ergänzt werden. Empfohlen würden Entspannungsübungen und Ausdauersport.

© dpa
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