Vorjahresvergleich: Zahl der Verkehrstoten leicht gestiegen

Die Corona-Pandemie hat das Alltagsleben eingebremst und damit auch für weniger Verkehr auf den Straßen gesorgt. Das aber ändert sich nun wieder - mit Folgen auch für das Unfallgeschehen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Leuchtschrift «Unfall» auf dem Dach eines Polizeiwagens. © Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Die im dritten Jahr der Corona-Pandemie wieder zunehmende Mobilität macht sich auch im Unfallgeschehen auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommern bemerkbar. Wie aus vorläufigen Daten des Innenministeriums in Schwerin hervorgeht, starben im ersten Halbjahr 2022 im Nordosten 34 Menschen bei Verkehrsunfällen. Das waren fünf mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was einen Anstieg um 17 Prozent bedeutet.

In ähnlichen Größenordnungen wuchsen auch die Zahlen der Schwer- und Leichtverletzten. Die Gesamtzahl aller polizeilich erfassten Verkehrsunfälle wies im ersten Halbjahr mit 25.105 einen Anstieg von 7 Prozent auf. Im Vergleich zum von der Pandemie noch unbeeinflussten Zeitraum zwischen Januar und Juni 2019 wurden im ersten Halbjahr 2022 laut Ministerium allerdings acht Verkehrstote und 325 Verletzte weniger gezählt.

Der offiziellen Unfallstatistik zufolge hatte es 2021 im Straßenverkehr Mecklenburg-Vorpommerns die wenigsten Toten und Verletzten seit 1990 gegeben. 68 Menschen verloren bei Unfällen ihr Leben. Verglichen mit dem Jahr 1991, als mit 624 Verkehrstoten der Höchstwert für das Land registriert worden war, ging die Zahl auf gut ein Zehntel zurück.

Innenminister Christian Pegel (SPD) mahnte angesichts der wieder leicht steigenden Tendenz bei schweren Unfälle zu Vorsicht und Rücksichtnahme. «Bitte nehmen Sie Rücksicht - auf sich selbst genauso wie auf alle anderen», sagte er. Autofahrer sollten - selbst, wenn sie die Straßenverkehrsordnung auf ihrer Seite hätten - in brenzligen Situationen Fußgängern, Rad- oder auch Motorradfahrern den Vorrang lassen. «Das Recht des Stärkeren hat im Straßenverkehr nichts verloren», betonte Pegel.

Gerade jetzt in der Ferienzeit seien im Nordosten viele Zweiradfahrer unterwegs. Radfahrern, insbesondere Nutzern der deutlich schnelleren E-Bikes, legte der Minister ans Herz, Fahrradhelme zu tragen, auch wenn dies keine Pflicht sei. Der Helm könne im Ernstfall Leben retten.

© dpa
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