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Start ins neue Semester: Vermehrt Finanz- und Wohnungsnöte

Traditionell sind viele Studis knapp bei Kasse. Da können Preissteigerungen zum Problem werden. Und auch der Wohnraummangel trifft die jungen Menschen. Mehr Unterstützung wird gefordert.
Bafög
Ein Antrag auf Ausbildungsförderung (Bafög) liegt auf der Tastatur eines Laptops. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Das bevorstehende neue Wintersemester ist auch in Mecklenburg-Vorpommern für eine wachsende Zahl an Studierenden mit Finanz- und Wohnungsnöten verbunden. «Ansteigende Kosten, aufgebrauchte finanzielle Rücklagen, Zukunfts- und Existenzängste gehören für immer mehr Studierende zum Alltag dazu», teilte das Studierendenwerk Rostock-Wismar mit. Die Nachfrage an Beratungen sei so groß, dass sie personell nicht gestemmt werden könne.

Der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Universität Greifswald sagte, finanzielle Beratungen hätte sich in letzter Zeit zu «einer Art Kummerkasten» entwickelt. «Weil wir natürlich nicht so viel tun können», sagte Robert Gebauer. Der AStA biete für Härtefälle ein Sozialdarlehen von maximal 500 Euro an. Entsprechende Anfragen hätten zugenommen. Im vergangenen Monat seien es sieben gewesen.

Besonders schwierig ist die Wohnsituation für Studierende. In Greifswald hat der AStA daher wieder eine Online-Notwohnraumbörse eingerichtet. Hier können beispielsweise Anwohnerinnen und Anwohner Wohnplätze etwa für den Uni-Start anbieten. Auch Rektorin Katharina Riedel hat das getan.

In Rostock sind laut dortigem Studierendenwerk zum Wintersemester etwa 400 Zimmer in Wohnheimen frei geworden. Mitte September habe es aber schon mehr als 1100 Bewerberinnen und Bewerber gegeben. Man arbeite daran, weiteren bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Doch auch das Studierendenwerk ist von gestiegenen Kosten betroffen. Mensapreise und Mieten mussten bereits angehoben werden, ebenso die Semesterbeiträge.

Angesichts des fehlenden Wohnraums entstünden Preisspiralen, sagte Gebauer - zum Vorteil derjenigen mit ausreichend Geld. Teilweise pendelten Studierenden von Rostock nach Greifswald. Vor allem Hochschulstandorte mit nationalem und internationalem Prestige entwickelten sich jetzt schon zu «Schulen für diejenigen, die den Geldbeutel auch dazu haben». Auch die Gefahr, sich schon früh etwa mit Krediten zu verschulden, wachse.

Natürlich arbeiten Studierende auch nebenbei, Gebauer merkte aber an: «So ein Studium ist ein Vollzeitjob.» 40 Stunden seien pro Woche dafür eingeplant. Es stelle sich die Frage, wer sich zusätzlich zu einem Vollzeitjob einem weiteren Job stellen würde. Das sei bei Studierenden sehr verbreitet. «Weil irgendwie muss man ja über die Runden kommen.» Idealerweise säßen Studis aber nicht nur in der Bibliothek oder an einer Supermarktkasse.

Kai Hörig, Geschäftsführer des Studierendenwerks Rostock-Wismar, sagte mit Blick auf BAföG: «Zum Wintersemester 2022/2023 sind zwar die Bedarfssätze geringfügig angehoben worden, sie liegen jedoch weiterhin unter dem tatsächlichen Bedarf der Studierenden.» Es brauche dringend die vom Bund versprochene BAföG-Reform, um mehr Studierende zu erreichen. Zudem sei eine angemessene Anhebung der Bedarfssätze an die Lebensrealität der Studierenden seit langem überfällig. «Es darf nicht sein, dass Studierende aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse ihr Studium abbrechen oder gar nicht beginnen.»

In Rostock und Greifswald startet am Montag die Einführungswoche. Die Greifswalder Uni rechnet nach eigenen Angaben für das neue Semester wieder mit einer Gesamtzahl von etwa 10.000 Studierenden inklusive etwa 1500 Neueinschreibungen. Die Uni Rostock will sich erst am Freitag zu Zahlen äußern. Im Wintersemester 2022/2023 waren an der Uni Rostock mehr als 12.800 Studierende eingeschrieben.

© dpa
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