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Sexualisierte Gewalt im Erzbistum: Zwei aktuelle Fälle

Seit über zehn Jahren muss sich die katholische Kirche mit Fällen von sexuellem Missbrauch auseinandersetzen. Im Erzbistum Hamburg befasst sich die Stabsstelle Prävention und Intervention mit dem Thema. Ihr erster Tätigkeitsbericht nennt neben alten auch zwei aktuelle Fälle.
Generalvikar Geißler
Pater Sascha-Philipp Geißler steht bei einem Fototermin in einem Konferenzraum im Generalvikariat. © Christian Charisius/dpa

Die nach Missbrauchsfällen bei der katholischen Kirche eingerichtete Stabsstelle Prävention und Intervention für das Erzbistum Hamburg hat ihren ersten Tätigkeitsbericht vorgelegt. Demnach erfasste die von Generalvikar Sascha-Philipp Geißler geleitete Stabsstelle seit ihrer Gründung im Jahr 2011 bis Ende vergangenen Jahres 272 Vorfallsmeldungen. Im Jahr 2022 hätten 24 Meldungen das Referat Intervention erreicht, heißt es in dem am Donnerstag in Hamburg vorgestellten Bericht.

In 7 der 24 Meldungen sei es um Vorwürfe sexualisierter Gewalt an Kindern, Jugendlichen und schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen durch Kleriker gegangen. Sie hätten sich gegen vom Erzbischof beauftragte Ordensangehörige und andere haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende im kirchlichen Dienst gerichtet. 2 der Vorfallsmeldungen seien aktuell gewesen, die übrigen 5 hätten sich auf sogenannte Altfälle bezogen, die rund 50 Jahre zurückliegen und mehrere Täter benennen. Diese seien teilweise bekannt, teilweise aber auch nicht zu identifizieren. Zu den aktuellen Fällen aus dem Jahr 2022 werden in dem Bericht keine Details genannt.

Geißler erinnerte daran, dass von sexualisierter Gewalt in der Kirche betroffene Menschen seit 2011 eine Leistung zur Anerkennung ihres Leids beantragen können. Eine unabhängige Kommission in Bonn lege die Leistungshöhe fest und weise die Auszahlung an. Aus dem Erzbistum Hamburg seien seit 2011 insgesamt 79 Erstanträge und 22 Folgeanträge gestellt worden. Das Erzbistum habe bislang fast eine Million Euro an Betroffene gezahlt.

Die Fachstelle war 2011 gegründet worden, um Kinder und Jugendliche besser vor sexuellem Missbrauch zu schützen, den Betroffenen gerecht zu werden und die Fälle der Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Einrichtung interveniert nach akuten Meldungen, um die Gewalt zu beenden und den Betroffenen Unterstützung anzubieten. Ferner veranstalten die Mitarbeiter Präventionsschulungen und helfen bei der Erarbeitung von Schutzkonzepten für Pfarreien, Schulen, Kindertagesstätten und andere Einrichtungen des Erzbistums. Erzbischof Stefan Heße hatte im vergangenen Jahr angekündigt, dass die Stabsstelle künftig einen jährlichen Tätigkeitsbericht veröffentlichen werde.

© dpa
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