Nach Werft-Verkauf: Noch Arbeit für Insolvenzverwalter

29.06.2022 Im Januar musste die MV-Werften-Gruppe Insolvenz anmelden, nachdem wegen der Corona-Pandemie das Kreuzfahrtgeschäft und damit auch der Schiffsneubau zusammengebrochen waren. Insolvenzverwalter Morgen hat nun den größten Teil seines Jobs geschafft.

Laufkatzen hängen am Bockkran der MV-Werft in Rostock-Warnemünde. © Jens Büttner/dpa

Auch nach dem Verkauf der Warnemünder Werft an den Bund als letztem der drei Standorte der insolventen MV-Werften-Gruppe ist die Arbeit für Insolvenzverwalter Christoph Morgen noch nicht beendet. «Die stressige Arbeit ist durch, mein Büro wird sicherlich noch rund fünf Jahre damit beschäftigt sein», sagte Morgen der Deutschen Presse-Agentur. So müssten alle Vermögensverhältnisse und die Schulden geklärt werden. Jede einzelne Forderung werde geprüft, um das Geld, das während des Insolvenzverfahrens eingenommen wurde, korrekt zu verteilen.

Die MV-Werften-Gruppe hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Zur Gruppe gehörten neben der Werft in Rostock die Standorte in Wismar und Stralsund sowie die MV Werften Fertigmodule GmbH in Wismar oder die Bremerhavener Lloyd Werft.

Morgen hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass der Bund für die Warnemünder Werft den Zuschlag erhalten habe. Dort soll künftig das Marinearsenal Schiffe der Deutschen Marine warten und reparieren. Das Gelände der Werft, deren Verkauf noch vom Bundestag genehmigt werden muss, werde nun vollständig geräumt, sagte Morgen. Dazu gehörten mehr als 17.000 Tonnen Stahl, die bereits im Kreuzfahrtschiff «Global 2» verbaut sind.

Die Werft in Wismar hat bereits der U-Boot-Bauer Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) Kiel gekauft. Nun muss laut Morgen bis Ende 2023 das zu 75 Prozent fertige Kreuzfahrtschiff «Global Dream» aus dem Dock geräumt werden. Die Suche nach Käufern zum Fertigbau des Ozeanriesen sei schwer. «Eines ist klar: «Wir geben nicht auf»», betonte Morgen. Es gebe aber auch Ideen, das Schiff für eine Übergangszeit an anderer Stelle zu parken.

Die Stralsunder Werft war an die Stadt verkauft worden, die dort einen Gewerbepark entwickeln will. Allerdings habe sich die Verpachtung nicht wie erhofft entwickelt, sagte Morgen. Er habe der Stadt und der IG Metall zugesichert, bei der Suche nach Nutzungsmöglichkeiten zu helfen. «Das ist aber nicht mehr meine eigentliche Aufgabe als Insolvenzverwalter.»

Zur Gruppe gehörte auch die MV Werften Fertigmodule GmbH in Wismar, dort wurden Kabinen für Kreuzfahrtschiffe gebaut. Diesen Standort hatte der Medizintechnik-Hersteller Eppendorf übernommen. Die Bremerhavener Lloyd Werft war bereits im März an die Rönner-Zech-Gruppe verkauft worden.

© dpa

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