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Risse an Kranbahnbalken in Atom-Zwischenlager

Im Zwischenlager für radioaktiven Abfall in Lubmin sind an einem Bauteil Risse entdeckt worden. Gefahr besteht laut Verantwortlichen nicht. Es sind nicht die einzigen Mängel jüngster Zeit.
Strahlender Müll
Mitarbeiter des «Zwischenlager Nord» (ZLN) arbeiten im Zwischenlager. © picture alliance / Stefan Sauer/dpa

Im Zwischenlager Nord (ZLN) für radioaktive Abfälle in Lubmin sind Risse an einem Kranbahnbalken entdeckt worden. Diese seien bei einer wiederkehrenden Bauwerksprüfung im Bereich einer Stütze aufgetaucht und seien wenige Millimeter breit, teilte die Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH (EWN) am Dienstag mit. «Nach Feststellung des Schadens wurde der Bereich umgehend abgesperrt und der Kranbahnbetrieb in diesem Bereich bis auf weiteres eingestellt.» Eine Freisetzung radioaktiver Stoffe sei zu jeder Zeit ausgeschlossen gewesen. «Mensch und Umwelt waren zu keiner Zeit in Gefahr.»

Die Schäden wurden den Angaben zufolge in Halle 8 des ZLN gefunden. Hier lagern Kernbrennstoffe sowie kernbrennstoffhaltige und damit hoch-radioaktive Abfälle. Auf den Kranbahnbalken läuft nach Angaben eines EWN-Sprechers normalerweise der Kran in der Halle entlang.

Derzeit liefen Abstimmungen mit einem Ingenieurbüro, hieß es von EWN. Es solle eine Konzept zur Instandsetzung erarbeitet werden. Laut Schweriner Umweltministerium soll es in der kommenden Woche einen Vor-Ort-Termin geben. «Die EWN GmbH hat dieses Ereignis als meldepflichtiges Ereignis der niedrigsten Kategorie eingestuft und alle Beteiligten fristgemäß informiert», wurde Minister Till Backhaus (SPD) in einer Mitteilung zitiert. Es solle geklärt werden, ob es sich um oberflächliche Abplatzungen im Beton handelt oder weitere Schäden im Inneren des Betonbalkens vorliegen.

Ein neues Zwischenlager für die 74 Castor-Behälter aus Halle 8 ist bereits geplant. Es wird laut EWN aber frühestens 2027 in Betrieb gehen.

Erst Anfang August waren Mängel an Fässern aus dem ZLN mit radioaktiven Abfällen aufgetaucht. Diese Fässer stammten allerdings nicht aus Halle 8. Drei 200-Liter-Stahlfässer waren nach damaligen Angaben teils korrodiert und eines teilweise durchgerostet. Auch damals war eine Freisetzung radioaktiver Stoffe ausgeschlossen worden. Bei dem Inhalt der Fässer handelte es sich den Angaben nach um feuchten Schlamm, der aus der sogenannten Zentralen Aktiven Werkstatt (ZAW) stammt. Hier werden unter anderem mit einer Hochdruck-Nassstrahlanlage Bauteile des ehemaligen Kernkraftwerks in Lubmin gereinigt.

© dpa
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