Ministerpräsidentin nach Sommertour: Wärmewende widmen

Fünf Tage lang war die Regierungschefin im Land unterwegs. Wichtige Themen waren die Energiekrise und die Erneuerbaren.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. © Jens Büttner/dpa/Archivbild

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat nach ihrer Sommertour durch Mecklenburg-Vorpommern die erneuerbaren Energien als Arbeitsplatzbringer gewürdigt. «Die Tour hat gezeigt: Die erneuerbaren Energien schaffen und sichern Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern», sagte Schwesig am Sonntag. Die fünftägige Tour war am Sonnabend zu Ende gegangen.

«Bei uns werden große Rohre für Windräder auf See und hochgenaue Pumpenbauteile hergestellt», so Schwesig. Der Hafen Rostock und Mittelständler entwickelten Pläne dazu, wie die Wasserstofftechnologie für MV genutzt werden könne. Ein Thema, das man noch stärker verfolgen müsse, sei die Wärmewende. «Auch dafür habe ich interessante Ideen kennengelernt», sagte Schwesig.

Zur Energiekrise sagte Schwesig, es sei derzeit die wichtigste Aufgabe von Bund und Ländern, eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung in ganz Deutschland sicherzustellen. MV wolle mit Öl über den Hafen Rostock und LNG-Gas über Lubmin seinen Beitrag dazu leisten. Nicht einzusehen sei, dass die Energiepreise stiegen und einige Konzerne dadurch gleichzeitig Rekordgewinne einfahren würden. Mecklenburg-Vorpommern habe sich bereits im Juni im Bundesrat für eine Übergewinnsteuer eingesetzt. Schwesig forderte auch weitere Entlastungen für die Bürger. Bei der Gasumlage solle auf die Mehrwertsteuer verzichtet werden.

Am letzten Tag ihrer Sommertour am Samstag hatte Schwesig beim Tag der Feuerwehr in Ribnitz-Damgarten (Landkreis Vorpommern-Rügen) ein neues Löschfahrzeug übergeben und die Arbeit der Feuerwehren im Land gewürdigt. «Jeden Tag, 24 Stunden, 7 Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr sind sie für uns alle da: die vielen tausend Feuerwehrleute in unserem Land - Männer und Frauen, hauptberuflich und ehrenamtlich», sagte sie laut Pressemitteilung. Dies sei ein Einsatz für die Gesellschaft, der nicht selbstverständlich sei. «Sie sind Eckpfeiler unserer Sicherheit.»

Das Land hat 50 Millionen Euro für die Modernisierung der Feuerwehren bereitgestellt. Es sei das größte Beschaffungsprogramm für die Feuerwehr in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns, betonte Schwesig. Mehr als 300 Fahrzeuge würden angeschafft.

151 Wehren im Land verfügen laut Innenministerium bereits über eigens für Mecklenburg-Vorpommern entwickelte neue Löschfahrzeuge. Das Programm läuft bis 2023. Vor allem bei den Freiwilligen Feuerwehren gab es zuvor einen Investitionsstau. Nach Angaben des Landesfeuerwehrverbandes sind in ganz Mecklenburg-Vorpommern knapp 26 000 Feuerwehrleute in 947 Freiwilligen Wehren aktiv.

© dpa
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