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Razzia bei Rechtsrock-Band: Ermittlungen

Die Veröffentlichung eines Albums lässt Berliner Polizisten aufhorchen. Mindestens ein Lied einer Band soll nationalistische und rassistischen Passagen beinhalten. Nach monatelangen Ermittlungen schlagen die Ermittler zu.
Blaulicht
Ein Blaulicht ist auf dem Dach eines Einsatzfahrzeuges der Polizei zu sehen. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Wegen des Verdachts der Volksverhetzung sind Berliner Ermittler mit einer Razzia in fünf Bundesländern gegen eine sogenannte Rechtsrock-Band vorgegangen. Am frühen Mittwochmorgen wurden die jeweiligen Wohnungen der sieben Bandmitglieder in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen durchsucht, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch in Berlin mitteilten. Dabei seien Handys und Laptops beschlagnahmt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Berlin. Die Daten müssten nun ausgewertet werden.

Die Behörde ist federführend für die Ermittlungen, nachdem das Berliner Landeskriminalamt (LKA) auf die Band aufmerksam geworden war. Anlass war demnach die Veröffentlichung einer CD im Frühjahr 2021. Weil das Album mindestens ein Lied mit nationalistischen und rassistischen Passagen beinhalten soll, seien die Ermittlungen von Amts wegen aufgenommen worden, erklärte die Sprecherin. Zudem wohnen mehrere der 36 bis 58 Jahre alten Bandmitglieder in der Hauptstadt, wie es hieß. Von der Band lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Am Mittwoch gegen 6.00 Uhr stürmten etwa 30 Berliner Polizistinnen und Polizisten laut «B.Z.» deren Wohnungen in Köpenick, Neukölln und Friedrichshain. Weitere Durchsuchungen erfolgten laut Staatsanwaltschaft im benachbarten Brandenburg in Wildau, in Sachsen-Anhalts Hauptstadt Magdeburg sowie in Rothenklempenow in Mecklenburg-Vorpommern und im sächsischen Lengenfeld. Insgesamt seien rund 80 Polizistinnen und Polizisten an den Maßnahmen beteiligt gewesen.

Laut «B.Z» wird die Band als sogenannte Grauzonen-Band eingestuft. Demnach geben sich die Musiker nicht offen rechtsradikal zu erkennen. Häufig haben sie aber Versatzstücke rechter bis rechtsextremer sowie rassistischer Ideologien in ihren Texten verarbeitet. Die Band selbst beschreibt ihre Musik als «Berliner Mucke» mit «klarer Sprache» und «klarer Kante».

© dpa
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