Viele Corona-Tote gemeldet: Nachmeldungen spielen eine Rolle

Bei der Anfang der Woche hohen Zahl an gemeldeten Todesfällen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion im Nordosten spielen Nachmeldungen eine Rolle. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hatte am Montag 15 zusätzliche Todesfälle gemeldet. Davon entfielen acht auf den Zeitraum zwischen Dienstag und Freitag vergangener Woche, erklärte Lagus-Sprecherin Anja Neutzling am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Bedingt durch hohen Krankenstand und auch die Urlaubszeit kann es zu minimalen Verzögerungen auf dem Meldeweg kommen.»
Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes hält einen Corona-Schnelltest in der Hand. © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Auch eine Nachmeldung vom April sei enthalten. Der Montagsbericht fasse seit Ende April jeweils drei Tage zusammen. Zuvor hatte es am Sonnabend und Sonntag einen täglichen Bericht gegeben. Am vergangenen Wochenende seien fünf Menschen verstorben und am Montag einer. «Die Zahl der Todesfälle steht indirekt immer im Zusammenhang mit der aktuellen Infektionslage», erklärte Neutzling. Die jetzt Verstorbenen stammten alle aus der besonders vulnerablen Gruppe der älteren Personen und seien zwischen 68 und 100 Jahre alt gewesen. 14 von ihnen wurden demnach im Krankenhaus behandelt, 11 davon wegen einer Corona-Infektion.

Eine vergleichbar hohe Zahl an Sterbefällen hatte das Lagus schon länger nicht mehr gemeldet. Höchstwerte fielen Neutzling zufolge auf März und Februar dieses Jahres. So seien es am 28. März 28 Sterbefälle gewesen. Das beziehe sich allerdings nicht auf den damaligen Tagesbericht, sondern auf die nachträglich aktualisierte Statistik. Insgesamt sind laut Lagus mit Stand vom Montag 2320 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der registrierten Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner im Nordosten gab das Lagus am Montag mit 573,3 an. Eine Woche zuvor lag der Wert bei 589,6. Weil sich längst nicht mehr alle Infizierten testen lassen, sind die Zahlen nur bedingt aussagekräftig. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen lag bei 5,8 und eine Woche zuvor bei 4,9. Auf einer Intensivstation wurden den Angaben zufolge zuletzt 21 Corona-Patienten behandelt (Vorwoche 23).

© dpa
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