Ministerium: Corona-Anstieg in der Pflege «auf dem Schirm»

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte kürzlich über mehr Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen berichtet. Auch in MV zeichnet sich eine Zunahme ab - allerdings auf niedrigem Niveau.
Eine Bewohnerin ist mit ihrem Rollator auf dem Flur eines Alten- und Pflegeheims unterwegs. © Jens Büttner/dpa/Archivbild

Auch in den Pflegeeinrichtungen von Mecklenburg-Vorpommern macht sich die Corona-Sommerwelle bemerkbar - wenn auch bisher auf niedrigem Niveau. Laut aktuellstem Bericht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) von dieser Woche gab es zuletzt 18 aktive Infektionsgeschehen und 126 Fälle in den Einrichtungen. Eine Woche zuvor waren es 7 Geschehen und 48 Fälle. «Wir haben das auf dem Schirm», sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Alexander Kujat, der Deutschen Presse-Agentur.

Kurzfristig betrachtet, gebe es eine Entwicklung, die Achtsamkeit nötig mache. «Wobei wir schon feststellen, dass das auf recht geringem Niveau ist.» Man müsse beobachten, ob die Zahlen weiter stiegen. Andernorts in Deutschland gebe es teilweise einen recht heftigen Anstieg, sagte Kujat. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte kürzlich unter anderem über vermehrte Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen berichtet. Auch der Greifswalder Bioinformatiker Lars Kaderali wies darauf hin, dass sich bei der Sieben-Tage-Inzidenz zwar ein Plateau abzeichne, Infektionen aber wieder verstärkt in ältere Bevölkerungsgruppen getragen würden.

Laut Kujat sollen ab Ende August, spätestens ab Anfang September, wieder verstärkt mobile Impfteams Pflegeeinrichtungen anfahren. Außerdem seien Test- und Maskenpflichten hier nie weggefallen. Und auch die Impfungen zahlten sich aus. Angesichts der vielen Infektionen in der Bevölkerung und der hohen Dunkelziffer, zeige sich, dass, Schutzmaßnahmen in den Einrichtungen einen Effekt hätten. Im Nordosten gibt es laut Ministerium über 500 ambulante Pflegedienste, mehr als 220 Tagespflegeeinrichtungen und über 250 vollstationäre Pflegeeinrichtungen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der registrierten Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner im Nordosten gab das Lagus am Dienstagnachmittag mit knapp 592,9 an. Eine Woche zuvor lag der Wert bei 576,7. Weil sich längst nicht mehr alle Infizierten testen lassen, sind die Zahlen nur bedingt aussagekräftig. Auch Kujat geht nach eigener Aussage von der Spitze eines Eisbergs aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen lag am Dienstag bei 5,7 und eine Woche zuvor bei 5,4. Auf einer Intensivstation wurden den Angaben zufolge zuletzt 26 Corona-Patienten behandelt (Vorwoche 23). Zudem meldete das Lagus am Dienstag drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

© dpa
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