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Olympia weiter möglich: DFB-Elf überzeugt gegen Dänemark

Die deutschen Fußball-Nationalspielerinnen feiern einen verdienten Heimsieg gegen Dänemark - und erhalten sich so den Traum von Paris 2024.
Deutschland - Dänemark
Deutschlands Alexandra Popp (l) gegen Dänemarks Caroline Moeller. © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Die Erleichterung bei Fans und Spielerinnen war nicht nur zu spüren, sie war auch zu hören und zu sehen. Nach dem für das Olympia-Ticket dringend benötigten 3:0 (2:0)-Sieg der deutschen Fußballerinnen am Freitagabend gegen Dänemark war in Rostock nur noch Partylaune angesagt. «Heute war es ein rundum gelungener Tag, da sind wir alle erst mal glücklich», sagte Nationalspielerin Svenja Huth im ZDF.

Nach dem verdienten Sieg im Nations-League-Spiel hat die Auswahl von Interimsbundestrainer Horst Hrubesch die Chance auf den Gruppensieg vor dem letzten Spiel am Dienstag in Wales wieder selbst in der Hand. Kapitänin Alexandra Popp (14. Minute), Marina Hegering (26.) und Klara Bühl (90.+3) trafen vor 19 180 Fans im ausverkauften Ostseestadion. Hrubesch wollte aber noch nicht über die deutlich gestiegenen Olympia-Chancen sprechen: «Jetzt machen wir erstmal unsere Hausaufgaben.»

Nach dem 0:2 im Hinspiel geht der direkte Vergleich gegen die Däninnen nun an die deutsche Elf. Während die DFB-Auswahl in Wales antritt und mit einem Sieg alles klarmachen kann, empfangen die Däninnen zur gleichen Zeit Island. Nur als Erster qualifiziert sich die DFB-Elf für das Vierer-Finalturnier der Nations League Ende Februar, bei dem die beiden europäischen Olympia-Plätze vergeben werden.

Schon zur Pause gab es lauten Applaus von den Rängen. 2:0 stand es nach 45 Minuten für das spielstarke Heimteam, womit exakt jenes Ergebnis erreicht war, das sich die Deutschen vorab erhofft hatten. Die deutsche Elf war fleißig, kombinierte teils stark und rang um viele Lösungen im Offensivspiel. Am Ende mit Erfolg.

Gegen Dänemark fiel die Abwesenheit der defensiven Mittelfeldkraft Lena Oberdorf vom VfL Wolfsburg sowie der Bayern-Stürmerin Lea Schüller - beide hatten verletzungsbedingt absagen müssen - kaum auf. Sowieso hatte Hrubesch sechs Spielerinnen im Vergleich zum jüngsten 2:0 auf Island in die Startelf beordert, darunter auch Kapitänin Popp und Sjoeke Nüsken vom FC Chelsea. Während die wiedergenesene Popp ihre Kopfballstärke nach einer Flanke der Linksverteidigerin Sarai Linder früh unter Beweis stellte, verteilte Nüsken in der Folge immer wieder klug die Bälle aus dem zentralen Mittelfeld heraus.

Oft versuchten es die Deutschen auch über die Außenbahnen, wo Linder und Rechtsverteidigerin Giulia Gwinn fleißig mit anschoben. Das 2:0 resultierte aber aus einer Ecke heraus, die Klara Bühl scharf vors Tor brachte und in Hegering die perfekte Abnehmerin fand. Dass die 33 Jahre alte Hegering kurz darauf die Gelbe Karte sah, war indes ein Ärgernis - sie fehlt nun in Wales.

Von den Däninnen kam insgesamt wenig, trotz der vielen Trommelschläge, die der «Fanklubben Blok G» abgab. Sanne Troelsgaard und Amalie Vangsgaard, die Doppel-Torschützin des Hinspiels, hatten noch die besten Chancen, zweimal parierte Merle Frohms, die nach ihrer Gehirnerschütterung wieder das deutsche Tor hütete.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das DFB-Team, bei dem die Leverkusenerin Elisa Senß zu ihrem Debüt kam, griffiger. Lohmann schoss wuchtig aufs Tor, verpasste das 3:0 aber ebenso wie Popp, die am Pfosten scheiterte. So blieb es unnötigerweise spannend, auch wenn die Gäste recht harmlos wirkten. Das Fehlen der Bayern-Regisseurin Pernille Harder bekam das Team von Trainer Andrée Jeglertz nicht kompensiert.

Die deutschen Fans schickten zwischenzeitlich eine Laola nach der nächsten durchs Stadion. Die Stimmung passte zu einem Spiel, in dem auch sonst vieles stimmte bei der Hrubesch-Elf. Den perfekten Schlusspunkt setzte Bühl in der Nachspielzeit.

© dpa ⁄ Franziska Spiecker und David Joram, dpa
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