FDP erwartet von Gigabit-Strategie Schub auch in MV

Die FDP erwartet von der am Mittwoch vom Bundeskabinett in Berlin beschlossenen Gigabit-Strategie auch Impulse für den beschleunigten Netzausbau in Mecklenburg-Vorpommern. Genehmigungsverfahren würden verkürzt, Vorgaben vereinheitlicht. «Davon kann gerade unser Bundesland mit enormen Rückständen beim Breitbandausbau und der Mobilfunkversorgung profitieren», sagte der FDP-Landtagsabgeordnete David Wulff.
David Wulff (FDP), Abgeordneter des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern. © Jens Büttner/dpa/Archivbild

Der Oppositionspolitiker äußerte die Erwartung, dass mit Unterstützung des Bundes auch die Mobilfunkversorgung an Bahnstrecken und Straßen spürbar verbessert wird. «Es muss in Zukunft endlich möglich sein, ohne Funklöcher in Mecklenburg-Vorpommern von A nach B zu kommen», sagte Wulff.

Mit der Gigabitstrategie will die Bundesregierung Maßnahmen zu einer besseren Internetabdeckung anschieben und so Deutschland wettbewerbsfähig halten. Im Kern geht es um den Abbau bürokratischer Hürden. «Wir wollen die Rückstände der vergangenen Jahre aufholen und wollen bis zum Jahr 2030 flächendeckend eine Versorgung mit Glasfaser überall dort ermöglichen, wo Menschen leben, arbeiten oder unterwegs sind», sagte Bundesdigitalminister Volker Wissing (FDP).

Anders als in dicht besiedelten Großstädten gibt es in ländlichen Regionen noch große Lücken bei der Versorgung mit schnellem Internet und lückenlosem Mobilfunk. So hängt Mecklenburg-Vorpommern trotz milliardenschweren Investitionsprogramms im Ländervergleich zurück.

Wie aus dem jüngsten Breitbandatlas des Bundes hervorgeht, verfügten Mitte 2021 rund 81,5 Prozent aller Haushalte im Nordosten über schnelle Internetanbindungen von wenigstens 50 Megabit pro Sekunde. In Sachsen-Anhalt als vorletztem Bundesland waren es 90,2 Prozent, im Bundesdurchschnitt 95,1 Prozent. Allerdings zeigt die Verlegung von Glasfaserkabeln im Nordosten Wirkung. So verfügen laut Breitbandatlas in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen 53,3 Prozent der Nutzer über Anschlüsse mit Kapazitäten von wenigstens 1000 Megabit pro Sekunde. Das ist mehr als alle anderen ostdeutschen Flächenländer.

Um Löcher im Mobilfunknetz zu schließen, hatte die Landesregierung ein eigenes Investitionsprogramm für die Errichtung von Funkmasten beschlossen, dessen Umsetzung Ende April in Göllin (Landkreis Rostock) gestartet wurde. Nach Berechnungen der CDU besteht im Land ein Bedarf von rund 300 zusätzlichen Mobilfunkmasten.

© dpa
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