Gutachter: Jüngster Bootsschuppen-Brand gelegt

Innerhalb von gut vier Wochen hat es drei Brände in einer großen Anlage mit etwa 400 Bootsschuppen in Neubrandenburg gegeben. Die Polizei hat jetzt eine Sonderermittlungsgruppe gebildet, um die Täter zu fassen.
Ein Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr. © Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Das Feuer in der Bootsschuppen-Anlage in Neubrandenburg, bei dem am Mittwoch etwa 13 Schuppen zerstört wurden, ist gelegt worden. Zu diesem Ergebnis kam der Brandgutachter nach ersten Untersuchungen, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte. Es war bereits das dritte Feuer in der Anlage am Oberbach innerhalb eines Monats, bei denen insgesamt rund 70 Schuppen zerstört wurden. Die Fahndung nach Tatverdächtigen läuft noch, die Polizei hat eine Sonderermittlungsgruppe gebildet und geht Hinweisen nach, wie es hieß. Es soll auch häufigere Streifen geben. 

Wie die Stadt Neubrandenburg mitteilte, haben die zuständigen Umweltämter nun grünes Licht für eine Beräumung vor allem der Ruinen nach dem Großbrand vom 5. Mai gegeben. «Alle Seiten sind daran interessiert, die Auswirkungen für die Umwelt am Oberbach möglichst gering zu halten», sagte der amtierende Oberbürgermeister Peter Modemann.

Als Erstes solle Treibgut unter Begleitung durch einen Gutachter geborgen werden. Man rechne insgesamt mit «erheblichem logistischen wie finanziellen Aufwand». Allein die Bergungskosten waren bereits auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt worden.

Bei dem Feuer am Mittwoch war nach erster Schätzung der Polizei ein Schaden von rund 100 000 Euro entstanden. Durch die enorme Hitze gab es auch Schäden an einem gegenüberliegenden Restaurantgebäude. Durch den schnellen Einsatz konnte die Feuerwehr aber verhindern, dass sich die Flammen noch weiter ausbreiteten. Verletzte gab es nicht.

Die Anlage umfasst mehr als 400 Bootsschuppen in mehreren parallelen Reihen. Bei den drei Bränden sind inzwischen mehr als 70 Unterstellmöglichkeiten für Motor- und andere Freizeitboote zerstört worden. Der Gesamtschaden wird auf rund 1,4 Millionen Euro geschätzt. 

© dpa
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