Brand in Bootsschuppen: Aufräumarbeiten vor Ende

Im Frühjahr sorgten Brandstifter für einen Millionenschaden an Bootsschuppen in Neubrandenburg. Die Täter sind noch nicht gefunden. Aber die Ruinen sind bis auf den Schlamm schon weitgehend beseitigt.
Ein Schwimmbagger bei Arbeiten in einer Bootsschuppenanlage. © Winfried Wagner/dpa/Archivbild

Knapp fünf Monate nach dem Großbrand in einer Bootsschuppenanlage in Neubrandenburg stehen die komplizierten Aufräumarbeiten vor dem Abschluss. Wie ein Sprecher der Stadt der Deutschen Presse-Agentur sagte, sollen die Entsorgungsarbeiten im Oktober abgeschlossen sein. Für November sei eine Informationsveranstaltung mit den beteiligten Seiten geplant - auch den betroffene Schuppenbesitzern - bei der auf aktuelle Brandschutzstandards und die sich ergebenden Folgen für den Bau neuer Bootsschuppen eingegangen werden soll. Derzeit baggert ein Schwimmbagger den Schlick aus, in dem gefährliche Reststoffe aus dem Großbrand gebunden sind.

Am 5. Mai waren 54 Bootsschuppen in den zwei letzten Reihen der Anlage, die rund 400 Unterstellmöglichkeiten umfasst, abgebrannt. Mehrere weitere Bootsschuppen wurden schwer beschädigt, der Schaden an dieser Stelle wurde auf 1,2 Millionen Euro geschätzt. Seit Juli läuft die Beräumung. Dabei wurden bereits hunderte Tonnen an Abfall geborgen. Dazu zählen der Metallschrott der Blechdächer, Boote und Bootsmotoren, angebrannte Holzpfähle, Kunststoff- und andere Reste.

Für die Beräumung hatte die Stadt als Grundstücksbesitzer ein Sanierungskonzept vorlegen müssen. Derzeit verhindert immer noch eine Ölsperre, dass gefährliche Stoffe in den Oberbach und den benachbarten Tollensesee treiben. Der Schlick wird mit Sand gemischt, bevor er entsorgt wird. Neubrandenburgs Vize-Oberbürgermeister Peter Modemann hatte die Kosten der Beräumung auf mindestens 400.000 Euro geschätzt.

Bei insgesamt drei Bränden waren mehr als 70 Bootsschuppen zerstört worden. Die Polizei ermittelt weiterhin wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Eine heiße Spur zu möglichen Tatverdächtigen gebe es bisher noch nicht, sagte eine Polizeisprecherin.

© dpa
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