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Mädchen litten in Corona-Zeit verstärkt unter Depressionen

Die Corona-Pandemie hat vieles durcheinander gebracht. Auch den zuvor gewohnten Schulalltag und die üblichen Treffen mit Freunden. Für eine Altersgruppe von Mädchen scheint dies besonders schwer zu verkraften gewesen zu sein.
Kind mit Depressionen
Ein junges Mädchen hält sich die Hände vor ihr Gesicht. © Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Alltag haben offenbar vor allem die Psyche jugendlicher Mädchen belastet. Wie aus einer jetzt veröffentlichten Sonderanalyse im Rahmen des Kinder- und Jugendreports der Krankenkasse DAK hervorgeht, mussten 2021 in Mecklenburg-Vorpommern besonders viele weibliche Teenager zwischen 15 und 17 Jahren wegen einer Depression ins Krankenhaus. Von 1000 Mädchen dieser Altersgruppe wurden im Nordosten etwa 16 stationär behandelt.

Mit dem Abklingen der Pandemie ging der Anteil wieder deutlich zurück, um etwa ein Drittel. Laut DAK wurden 2022 noch knapp 11 von 1000 Mädchen mindestens einmal aufgrund einer Depression in einer Klinik behandelt. 2019, dem letzten Jahr vor Corona, seien es etwa 10 je 1000 gewesen. Jüngere Mädchen kamen der Studie zufolge besser durch die Corona-Zeit.

Neben Depressionen hätten im Zuge der Pandemie vermehrt auch Ess- und Angststörungen zu Klinikeinweisungen von Mädchen zwischen 15 und 17 geführt, sagte DAK-Landeschefin Sabine Hansen. So habe die Zahl der Klinikaufenthalte wegen Angststörungen 2022 noch 18 Prozent höher gelegen als 2019, bei Essstörungen gar um 75 Prozent.

Von 2021 zu 2022 konstatierte Hansen allgemein rückläufige Fallzahlen bei psychischen Erkrankungen der 15- bis 17-jährigen Mädchen. «Ob wir allerdings bereits von einer Trendwende sprechen können, müssen die Entwicklungen der nächsten Jahre zeigen. Insbesondere die Depressionen und Essstörungen bleiben bei Mädchen weiterhin hoch», sagte Hansen. Sie forderte eine breite Präventionsoffensive in Schulen, Vereinen und Verbänden, um die psychische Gesundheit von Mädchen und Jungen zu stärken. «Wir dürfen sie und ihre Eltern nicht allein lassen», mahnte die Krankenkassenchefin.

Nach ihren Angaben offenbarte die Studie auch, dass 2022 insgesamt weniger Kinder und Jugendliche mit psychischen oder Verhaltensstörungen in Kliniken behandelt wurden als vor der Corona-Pandemie. Dies zeige sich sowohl für Mecklenburg-Vorpommern als auch für ganz Deutschland. Als Begründung nannte der Medizinprofessor Christoph Correll von der Berliner Charité fehlende Behandlungsplätze. «Während des Pandemie-Verlaufs mussten wir durch Covid-Infektionen Bettenkapazitäten reduzieren und auch mit weniger Personal aufgrund von Krankheitsausfällen agieren. Das führte auch dazu, dass vor allem schwerere Fälle stationär behandelt worden sind», erklärte er.

Für die DAK-Sonderanalyse waren laut Hansen Abrechnungsdaten von rund 25.000 Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren, die bei der DAK in Mecklenburg-Vorpommern versichert sind, ausgewertet worden. Insgesamt zählt die DAK nach eigenen Angaben in Mecklenburg-Vorpommern rund 160.000 Versicherte. Mit bundesweit 5,5 Millionen Versicherten sei sie die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands.

© dpa
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