Kurz vor Fristende Einwendungen gegen Lubminer LNG-Terminal

Schon Donnerstag sollte das LNG-Terminal in Lubmin betriebsbereit sein. Noch bis einschließlich Montag konnten Einwendungen abgegeben werden. Einige lagen schon vor, etwa von der DUH.
Blick auf ein Bausschild auf der Baustelle LNG-Terminal "Deutsche Ostsee“. © Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Bis kurz vor Ende der Einreichungsfrist sind 20 Einwendungen gegen die Genehmigung für das in Lubmin entstehende Terminal für Flüssigerdgas eingegangen. Dabei handele es sich um 19 individuelle und eine Sammeleinwendung, wie das Schweriner Umweltministerium am Montag auf Anfrage mitteilte. Den ganzen Montag konnten bis 0.00 Uhr noch Einwendungen eingereicht werden.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte nach eigenen Angaben am Montag eine entsprechende Einwendung beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern (Stalu) eingereicht. Das Terminal dürfe nicht genehmigt werden, kritisierte die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation. Die Antragsunterlagen sparten wichtige Projektteile aus.

Die DUH kritisierte etwa, dass der vorgesehene Schiffsverkehr durch den geschützten Greifswalder Bodden, etwaige Wechselwirkungen mit benachbarten atomaren Anlagen in Lubmin oder auch Klimafolgen nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Zudem entstünde der Eindruck, man wolle durch die Angabe einer zu hohen Einspeisekapazität von gesetzlichen Ausnahmeregelungen profitieren.

Das Unternehmen hinter dem Terminal, die Deutsche Regas, wollte sich am Montag nicht zu der Kritik äußern. «Wir haben die Einwendung der DUH zur Kenntnis genommen, werden diese sorgfältig prüfen und im Rahmen des laufenden gesetzlichen Genehmigungsverfahrens gegenüber dem StALU VP beantworten.»

Die Deutsche Regas hatte stets den 1. Dezember - also Donnerstag - als angestrebtes Datum genannt, an dem die Anlage betriebsbereit sein sollte. Ein großes Spezialschiff, das das Flüssigerdgas (LNG) in Lubmin aufnehmen und wieder in den gasförmigen Zustand bringen soll, war vergangene Woche in Mukran auf Rügen angekommen und muss noch nach Lubmin gebracht werden.

Die vorliegende Sammeleinwendung liege in 1071-facher Ausfertigung vor, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Bei einer regierungskritischen Demonstration in Lubmin waren Mitte November Vordrucke verteilt und dazu aufgerufen worden, entsprechende Einreichungen abzugeben.

© dpa
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