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Lohkemper beschert 1. FC Nürnberg Pokal-Achtelfinale

Der 1. FC Nürnberg ist gegen Hansa Rostock fast schon raus im DFB-Pokal. Doch dann kommt Felix Lohkemper - und schießt die Franken ganz spät ins Glück.
1. FC Nürnberg - Hansa Rostock
Enttäuschung bei Kai Pröger (M) und Jasper van der Werff von Hansa Rostock (r) nach dem 3:2-Sieg über Hansa Rostock. © Daniel Löb/dpa

Joker Felix Lohkemper hat den 1. FC Nürnberg im Nachsitzen gegen den FC Hansa Rostock ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Im emotionalen Duell zweier Fußball-Zweitligisten verblüffte die Mannschaft des früheren «Club»-Trainers Alois Schwartz beim 2:3 (2:2, 0:0) nach Verlängerung zwar mit zwei trocken herausgespielten Treffern. Die Nürnberger bewiesen am Mittwochabend aber starke Nehmerqualitäten und bejubelten nach einer echten Zitterpartie ihren Doppeltorschützen Lohkemper.

Rostocks erste Führung durch Junior Brumado in der 58. Minute konterte Kanji Okunuki (63.). Nach Christian Kinsombis (74.) vermeintlichem Siegtor vor 28 489 Zuschauern rettete Lohkemper (90.+5) die Nürnberger auf den allerletzten Drücker in die Verlängerung. Mit einer Bogenlampe in der 99. Minute schoss der Stürmer seinen Club sogar in die nächste Runde. Youngster Can Uzun (120.+1) scheiterte noch mit einem Foulelfmeter.

Ein Feuerwerk brannten die Rostocker nur im Gästeblock ab. Für den Einsatz von Pyrotechnik auf den Rängen wird Hansa bestraft werden. Rauchschwaden zogen noch Minuten nach dem Anpfiff über den Rasen im Max-Morlock-Stadion. Die Nürnberger hatten zwar mehr Ballbesitz, sie konnten sich aber in den ersten 45 Minuten keine zwingende Torchance erarbeiten.

Die konternden Rostocker erwischten dagegen einen Topstart in die zweite Hälfte. Svante Ingelsson konnte auf der rechten Seite unbedrängt auf Junior Brumado flanken, der Innenverteidiger Ivan Marquez abschüttelte und im Hansa-Block die nächste Pyro-Show auslöste.

Die Mannschaft von Trainer Cristian Fiel, in der Vorsaison erst im Viertelfinale des DFB-Pokals am VfB Stuttgart gescheitert, war nun gereizt. Nur eine Minute nach seinem Fehlschuss stand der Japaner Okunuki auf der linken Seite frei und knallte einen Rechtsschuss zum Ausgleich ins Tor von Markus Kolke.

Hansa reagierte cool. John Patrick Strauß scheiterte noch an der Latte, doch den Abpraller versenkte der erst sechs Minuten zuvor eingewechselte Kinsombi im Netz. Die weiter drängenden Franken erlöste der erst in der 85. Minute ins Spiel gebrachte Lohkemper schließlich mit zwei Rechtsschüssen. Nach einer Rettungstat von «Club»-Keeper Christian Mathenia scheiterte Uzun sogar noch vom Punkt.

© dpa ⁄ Ulrike John, dpa
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