Backhaus übt Kritik an Bundesplänen zur Fruchtfolge

Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat die Pläne des Bundesministeriums, EU-Regeln zur Fruchtfolge später umzusetzen, kritisiert. «Unsere Landwirtschaftsbetriebe brauchen endlich Planungssicherheit für das neue Anbaujahr. Die EU-Regeln sollen den Boden schonen, die Biodiversität fördern und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren und die Erträge stabilisieren», so der Landespolitiker am Mittwoch in Schwerin. Er frage sich allmählich, wer Bundesminister Cem Özdemir (Grüne) berate.
Till Backhaus (SPD), Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzminister von Mecklenburg-Vorpommern. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Er unterstütze die EU-Pläne, die ab 2023 greifen sollen. «Damit würde man einerseits einen wichtigen Beitrag leisten, um den Hunger in der Welt abzumildern und gleichzeitig Monokulturen vermeiden», so Backhaus. «Flächen einerseits nur für Tierfutter zu nutzen und gleichzeitig an anderer Stelle wertvolle Böden weiter auszubeuten, ist ein Irrweg.» Özdemir solle angesichts der Situation auf der Südhalbkugel noch mal neu nachdenken.

Özdemir setzt sich angesichts angespannter Getreidemärkte wegen des Ukraine-Krieges dafür ein, EU-weite Vorgaben für den Wechsel von Ackerpflanzen zu verschieben. Konkret geht es um 2023 greifende EU-Vorgaben, wonach der Anbau derselben Ackerpflanze zwei Jahre in Folge auf derselben Fläche zum Bodenschutz grundsätzlich nicht mehr möglich ist. In der Regel müsste dann nach Weizen im Folgejahr etwa Mais oder Raps angebaut werden. Infolge des Krieges in der Ukraine, die ein wichtiger Weizenexporteur ist, sind die internationalen Märkte angespannt, und die Preise steigen. Zudem gehen Energie- und Düngerkosten hoch.

© dpa
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