Agrarmesse MeLa 2022: Mehr Aussteller, 1000 Tiere und teurer

Vom 8. bis 11. September lockt wieder die Agrarschau MeLa nach Mühlengeez. Diesmal mit mehr Ausstellern. Vor allem die Tierschauen sind beliebt. Dafür muss nun aber etwas mehr bezahlt werden.
Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus spricht zu Journalisten. © Markus Scholz/dpa/Archivbild

Die traditionelle Agrarschau MeLa in Mühlengeez (Landkreis Rostock) wächst wieder - und wird auch etwas teurer. Vom 8. bis 11. September werden rund 800 Aussteller aus elf Ländern eine bunte Vielfalt an Technik, Tieren und Energietipps zeigen, wie Landesagrarminister Till Backhaus (SPD) am Donnerstag in Mühlengeez sagte. Das sind etwa 100 Aussteller mehr als im Vorjahr. Die Aussteller wie Futterhersteller, Anlagenbauer sowie Technikproduzenten, aber auch Planer für Windparks, Biogas- und andere Öko-Energieanlagen kommen unter anderem aus Schweden, Dänemark, Polen, Bulgarien und Ungarn. Die Agrar- und Tierschau galt in der Vergangenheit mit mehr als 60.000 Gästen als beliebteste Messe im Nordosten.

So werden diesmal auch wieder etwa 1000 Pferde, Rinder, Ziegen und andere Tiere in rund 200 Rassen zu sehen sein, wie die Geschäftsführerin der MAZ Messe- und Ausstellungszentrum GmbH, Christin Mondesi, sagte. Mit rund 420 Tieren sind die Kaninchen dabei 2022 ein Schwerpunkt. Tier der MeLa wird das Punktscheckenkaninchen sein, eine Züchtung, die in mehreren Rassen erfolgen kann und als besonders anspruchsvoll unter Züchtern gilt.

Wegen der in vielen Bereichen höheren Kosten müssen MeLa-Besucher auch mit höheren Preisen rechnen: So kostet einen Tageskarte 12 Euro, statt bisher 10, wie Mondesi erläuterte. Für eine Familienkarte für fünf Personen seien 35 Euro fällig, zehn Euro mehr als bisher. Gleichzeitig bleibe das Parken aber kostenfrei.

Die Stimmung unter den Bauern sei trotz einer im bundesweiten Vergleich sehr guten Getreideernte extrem angespannt, sagte der Minister. Die Landwirte seien über immer neue Vorschriften aus Brüssel und Berlin zu Recht sauer. So habe die EU plötzlich vorgegeben, dass 50 Prozent weniger Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden soll. Das sei nicht umsetzbar: Die Bauern hätten zu Recht das Gefühl, Brüssel sei einer grünen Ideologie verhaftet, sagte der Minister. Für die nächste Agrarministerkonferenz gebe es schon die ersten Protestanmeldungen. Auf der MeLa werden traditionell beim Bauerntag die politischen Probleme diskutiert.

Ganz auf Corona-Regelungen kann die Messe noch nicht verzichten. So gebe zwar keine Vorgaben, was die Gesamtzahl auf dem Gelände betrifft - wie 2021 - , doch müssen in Ausstellungszelten noch Schutzmasken getragen werden. Aus «Vorsorge», wie Backhaus betonte.

Die Land- und Ernährungswirtschaft ist laut Backhaus mit mehr als 50.000 Beschäftigten die bedeutendste produzierende Branche in Mecklenburg-Vorpommern.

© dpa
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