CDU, FDP und AfD fordern Bejagung des Wolfs: Und scheitern

Angesichts der wachsenden Zahl an Wolfsrudeln in Mecklenburg-Vorpommern haben mehrere Parteien im Landtag eine Bejagung der Tiere gefordert. Sowohl AfD, FDP als auch CDU brachten am Mittwoch entsprechende Anträge ein. «Wir sind der Meinung, das unsere Möglichkeiten zum Herdenschutz noch nicht erschöpft sind», sagte die FDP-Abgeordnete Sandy van Baal am Mittwoch im Landtag. Sie fordere ein aktives Wolfsmanagement im Land. Alle drei eingebrachten Anträge wurden mit den Stimmen der rot-roten Regierungsparteien abgelehnt.
Ein Wolf läuft auf Futter wartend durch ein Gehege. © Bernd Weißbrod/dpa/Archivbild

Laut dem landesweiten Wolfsmonitoring ist die Zahl der Rudel in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2014 und 2022 von 2 auf 18 gestiegen, hinzu kommen dem letzten Stand nach sechs Paare und vier Einzelwölfe.

Wie die FDP sehen AfD und CDU eine Bejagung als gangbaren Weg, um die Population der Wölfe im Nordosten einzugrenzen. Diese solle außerhalb von Schutzzonen durchgeführt werden und dafür sorgen, dass eine festgelegte Obergrenze für die Population eingehalten wird. Damit sollen vor allem Schäden klein gehalten werden. Laut AfD sind seit 2011 1000 Nutztiere durch den Wolf getötet worden, 900 davon in den letzten vier Jahren. Auch aus der CDU hieß es, an der bestehenden Situation nichts zu ändern, gefährde die Akzeptanz der Tiere in der Bevölkerung.

Der zuständige Agrarminister verteidigte das bestehende Wolfsmanagement im Land, dieses suche national seinesgleichen. Es sei «ein artenschutzrechtlicher Erfolg, dass der Wolf in Deutschland wieder heimisch geworden ist», so Till Backhaus (SPD). Er verteidigte den Schutzstatus des Wolfs in Europa: «Und dieser gilt.» Backhaus betonte, dass eine Bejagung von Tieren - die problematisches Verhalten zeigen - auch heute schon möglich ist. Dies müsse jedoch rechtssicher geschehen. Einen willkürlichen Abschuss - der auch strafrechtliche Folgen haben könne - will der Agrarminister verhindern.

© dpa
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