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Längere Arbeiten an LNG-Anbindung

Trotz Vorbehalten soll auch noch im Januar und Februar an der LNG-Anbindungsleitung im Greifswalder Bodden gearbeitet werden dürfen. Das geht aus einem nun öffentlichen Behördenentwurf hervor.
Stand Rügener LNG-Terminal
Das Pipeline-Verlegeschiff «Castoro 10» (M) baut die letzten Meter der LNG-Pipeline am Hafen Mukran. © Stefan Sauer/dpa

Ein vom Bergamt Stralsund veröffentlichter Zulassungsentwurf sieht eine Verlängerung der Bauzeit für die Anbindungspipeline des Rügener Flüssigerdgas (LNG)-Terminals vor. Entsprechend dem am Donnerstag veröffentlichten Dokument dürfte der Gasnetzbetreiber Gascade auch im Januar und Februar noch im und vor dem Greifswalder Bodden Wiederherstellungsarbeiten am Meeresboden vornehmen. Vorbehalte des Thünen-Instituts für Ostseefischerei; des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) sowie des Biosphärenreservatsamtes Südost-Rügen wegen möglicher Auswirkungen auf das Laichgeschehen des Herings werden als unbegründet verworfen.

Der Jahrhundertsturm an der Ostsee im Oktober hatte zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten geführt, weshalb Gascade die Verlängerung beantragte. Das Bergamt verweist auf Untersuchungen, nach denen der Hering erst ab Wassertemperaturen ab vier Grad anfange zu laichen. Gascade soll deshalb zur Messung der Wassertemperatur und bei einer Überschreitung zur Einstellung der Bauarbeiten verpflichtet werden, «wenn nicht durch eine geeignete Methode nachgewiesen wird, dass das Laichgeschehen des Herings noch nicht begonnen hat».

Christopher Zimmermann, Leiter des Thünen-Instituts für Ostseefischerei, hatte die sich abzeichnende Entscheidung der Genehmigungsbehörde kritisiert. Bereits jetzt sammelten sich schon Heringe vor Rügen. Sie warteten darauf, in ihr Laichgebiet einzuwandern. Die Arbeiten müssten bis zum Ende der Laichzeit Mitte Mai pausieren. Der Hering stünde ohnehin stark unter Druck und sei wichtig für die Zukunft der hiesigen Küstenfischerei. Daher müsse alles unternommen werden, um mögliche Auswirkungen kleinzuhalten.

Vom Bergamt hieß es, bis zu einer endgültigen Entscheidung Anfang Januar bleibe die am Donnerstag veröffentlichte Zulassung ein Entwurf ohne tatsächliche Rechtsfolgen.

© dpa
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