Tag des offenen Denkmals: Blick hinter verschlossene Türen

Alljährlich am zweiten September-Sonntag gewähren Vereine, öffentliche Einrichtungen oder private Eigentümer bundesweit Einblick in Denkmäler. Auch in MV werden Interessierte vielerorts fündig.
Die Kanonenbootschuppen auf der Insel Dänholm in Stralsund. © Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals (11. September) können Interessierte wieder zahlreiche teils sonst nicht zugängliche historische Gebäude in Mecklenburg-Vorpommern erkunden und an Führungen teilnehmen. Laut Deutscher Stiftung Denkmalschutz (DSD) sind im Nordosten über 170 Denkmale angemeldet.

Auf der kleinen Insel Dänholm zwischen Rügen und Stralsund etwa werden bereits am Vortag der Kanonenbootschuppen für Besucher geöffnet und Führungen angeboten. Das kleine Eiland ist eng mit der Entstehung der preußischen Marine verknüpft. 1849 fiel die Entscheidung zur Einrichtung eines Marine-Depots auf Dänholm. Später wurden hier Dampfkanonenboote stationiert.

Die zentrale Eröffnungsveranstaltung findet am Sonntag in Pasewalk statt. Das diesjährige Motto lautet «Kulturspur. Ein Fall für den Denkmalschutz», teilte das Schweriner Kulturministerium mit. Ministerin Bettina Martin (SPD) werde in Pasewalk den mit 4000 Euro dotierten Friedrich-Lisch-Denkmalpreis übergeben, der vorbildliche Leistungen in der Denkmalpflege würdigt.

Passend zum Thema gastiert noch bis Ende November in Binz im Naturerbe Zentrum Rügen die preisgekrönte Ausstellung «Liebe oder Last?! Baustelle Denkmal». Mit dem «Red Dot Design Award» hat sie einen der weltweit renommiertesten Design-Preise erhalten. Laut DSD informiert sie ausführlich über alle Aspekte des Denkmalschutzes und bezieht dabei Beispiele aus der jeweiligen Umgebung mit ein. Auf Rügen seien das unter anderem die Schmalspurbahn «Rasender Roland», das Jagdschloss Granitz oder das Haus Undine.

In Barth (Vorpommern-Rügen) können Interessierte ein barockes Wohn- und Geschäftshaus besichtigen, das um 1700 als Lagerhaus entstand und demnächst umfassend restauriert werden soll. Es gehört laut DSD zu den kulturellen Höhepunkten in der Region.

Rostock, die größte Stadt des Landes, lädt bereits am Samstagabend im aus dem 13. Jahrhundert stammenden Katharinenkloster zum Benefizkonzert zugunsten der Kirche St. Marien. Am Sonntag öffnen dann auch in und um die Hansestadt wie in vielen anderen Städten des Landes zahlreiche Baudenkmäler für Besucher.

Zudem können sich Besucher vielerorts über kostenlosen Eintritt freuen. Das gilt am Sonntag etwa für das Schlossmuseum Schwerin, die Schlösser in Bothmer, Granitz, Hohenzieritz, Ludwigslust und Mirow sowie den Besuch der Ausstellung «Glanzstücke im Dialog» des Staatlichen Museums im Schweriner Schloss.

© dpa
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