Uni Greifswald sieht 250 Stellen gefährdet

Die Universität Greifswald sieht angesichts gestiegener Kosten und der Kürzungspläne des Landes 250 Stellen gefährdet. Die Hochschulen befänden sich derzeit ohnehin in einer angespannten Haushaltslage, so dass die Kürzungen zu dramatischen Einschnitten führten, teilte die Universität am Mittwoch mit.
Studierende mit Mund- und Nasenmaske sitzen in einem Hörsaal. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die Hochschule verwies auf den Doppelhaushalt 2022/23, der für den Bereich des Wissenschaftsministeriums 18,3 Millionen Euro weniger versehe. Diese Kürzungen sollten fast ausschließlich durch die Hochschulen des Landes getragen werden und würden deren Rücklagen betreffen. Gegenwärtig gehe man von einer Mehrbelastung in Verbindung mit der angekündigten Kürzung von gut 14 Millionen Euro aus. Das entspreche den jährlichen Personalkosten von etwa 250 Vollzeitstellen in Forschung, Lehre oder Verwaltung.

In Folge der Energiekrise gingen die sechs öffentlichen Hochschulen des Landes gegenwärtig von Mehrkosten in Höhe von 8,3 Millionen Euro im Jahr 2022 und 27,6 Millionen Euro im Jahr 2023 aus, jeweils im Vergleich zu 2021. Zwar sei ein Notfallfonds in Aussicht gestellt worden. Es fehlten aber nach wie vor belastbare Aussagen von Bund und Land zum Ausgleich der gestiegenen Energiekosten sowie der sonstigen Inflation. «Die Universität Greifswald wird wie alle Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern mit den Mehrkosten alleingelassen», kritisierte Rektorin Katharina Riedel.

Hochschulen im Land hatten wiederholt auf die Probleme aufmerksam gemacht. Zuletzt hatten Studierende in Rostock für ein bezahlbares Studium demonstriert. Weitere Proteste sind laut Uni Greifswald geplant. Das Schweriner Wissenschaftsministerium hatte in der Vergangenheit auf den geplanten Energiepreisdeckel verwiesen. Man nehme die Sorgen ernst, fordere, dass der Deckel schnell komme und auch die Hochschulen von ihm profitierten.

© dpa
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