Mecklenburg-Vorpommern lautstark ins neue Jahr gestartet

Der Nordosten ist mit Böllern, Raketen und Feiern bis in die Morgenstunden ins Jahr 2023 gestartet. Das zeigte sich am ersten Tag wettermäßig von seiner besten Seite. Der Sprung in die Ostsee erforderte dennoch Mut.
Das Warnemünder Turmleuchten im Ostseebad Warnemünde. © Frank Hormann/dpa-Zentralbild/dpa

Nach zwei coronabedingt ruhigen Jahreswechseln hat das Jahr 2023 in Mecklenburg-Vorpommern mit viel Knallerei begonnen. Vielerorts kam es zu Zwischenfällen. Mutig begann für Hunderte Menschen im Ostseebad Boltenhagen das neue Jahr: Sie stürzten sich in die kalten Ostseefluten. In Warnemünde verfolgten am Abend am Strand und an der Strandpromenade nach Veranstalterangaben 45.000 Menschen das traditionelle Turmleuchten, bei dem eine halbstündige bunte Laser-, Feuerwerk-, Musik- und Lichtshow geboten wurde.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wünschte den Bürgerinnen und Bürgern ein glückliches, gesundes und friedliches Jahr 2023: «Der Start in ein neues Jahr ist für viele Menschen mit Hoffnungen und guten Vorsätzen verbunden. Hoffentlich bringt das neue Jahr den Menschen in unserem Land Gutes. Der wichtigste Wunsch für das neue Jahr ist Frieden.»

Für die Polizei war es durchaus eine arbeitsreiche Nacht: Sie rückte zu rund 500 Einsätzen aus, wie die Polizeipräsidien in Rostock und Neubrandenburg mitteilten. Dies entspreche etwa wieder dem Niveau vor der Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen. Etwa 40 Menschen wurden demnach bei Unfällen, beim Abbrennen von Feuerwerk oder bei Schlägereien verletzt.

In Grabow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) zerstörten Druckwellen einer Pyrotechnik-Explosion mehrere Scheiben des Rathauses und eines benachbarten Gebäudes. Der Schaden wird auf 30.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. In Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) entstand vermutlich beim Böllern ein Brand auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses und richtete schätzungsweise 50.000 Euro Schaden an.

In Carpin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gerieten ein Carport und ein darunter abgestelltes Auto in Brand. Auch eine Solaranlage, ein Zwinger und die angrenzende Wohnhauswand seien von den Flammen beschädigt worden. Der Schaden belaufe sich auf etwa 150.000 Euro. In dem Fall geht die Polizei nicht von einer Straftat, sondern einem Unglück aus. Die Ursache war zunächst unklar.

In Rostock setzten Unbekannte einen im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses abgestellten Kinderwagen in Brand. Ein Hausbewohner erlitt eine Rauchvergiftung und wurde ins Krankenhaus gebracht. In Storkow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) brannte ein Auto komplett aus - die Polizei vermutet, dass es wegen eines Feuerwerkskörpers Feuer fing.

Am Tag nach der großen Knallerei hieß es am Sonntag an der Seebrücke in Boltenhagen nach zweijähriger Pause wieder: «Ab ins Wasser». «Blauer Himmel und Sonne, Sonne, Sonne», freute sich Katleen Herr, von der Kurverwaltung Boltenhagen. Am Neujahrsbaden nahmen 42 Kinder, 106 Frauen und 157 Männer teil. Es sei ein großartiges Neujahrsbaden gewesen, auch wenn der Teilnehmerrekord aus dem Jahr 2020 nicht geschafft wurde.

In den frühen Morgenstunden des Sonntags erblickten auch die ersten Babys des neuen Jahres in Mecklenburg-Vorpommern das Licht der Welt. Im Rostocker Südstadtklinikum war Casper der erste Säugling: Der 3550 Gramm schwere Junge wurde um 1.58 Uhr geboren, wie eine Sprecherin des Krankenhauses der Deutschen Presse-Agentur sagte. Im vergangenen Jahr wurden dort demnach 2571 Kinder geboren. Im Neubrandenburger Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum wurde die erste Geburt des neuen Jahres um 3.41 Uhr eingetragen - ebenfalls ein Junge.

© dpa
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