Archäologisches Landesmuseum und Brücke: Land setzt Frist

27.06.2022 Der Ärger der Landesregierung in Schwerin über die Stadtspitze war in den vergangenen Wochen deutlich zu spüren. Ob sich dieser Ärger nach einer gemeinsamen Sitzung am Montag gelegt hat, ist zweifelhaft. Denn jetzt gibt es für zwei Projekte eine klare Frist bis Ende Juli.

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen und Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus. © Jens Büttner/dpa/Archivbild

Nach der Absage der Bundesgartenschau 2025 haben das Land und die Hansestadt Rostock fünf Großprojekte ausgemacht, deren Bau als Schwerpunkte der kommenden Jahre angesehen werden. Es handele sich dabei um das Archäologische Landesmuseum (ALM), die Brücke über die Warnow, den Hochwasserschutz am Stadthafen, den Neubau des Volkstheaters sowie um das neue Wohngebiet Warnowquartier, wie das Agrarministerium am Montag nach einem Gespräch der Stadtspitze mit der Landesregierung mitteilte.

Wie Agrarminister Till Backhaus (SPD) betonte, müssten für diese Projekte umgehend Zeit- und Finanzpläne sowie Abschätzungen der Folgekosten vorgelegt werden. «Für die Warnowquerung, die in engem Zusammenhang mit dem ALM steht, ist besondere Eile geboten.» Bis Ende Juli müsse die Stadt liefern. «Und wie die Verwaltungsspitze heute signalisierte, hat man dies auch verstanden», sagte der Minister.

«Dabei wurde erneut klargestellt, dass es keinen Automatismus gibt, wonach die Mittel, die im Zusammenhang mit der Buga zugesagt waren, nun einfach für andere Projekte eingesetzt werden können», sagte Backhaus. Das Land hatte für die Buga gut 60 Millionen Euro zugesagt.

Backhaus hatte vergangene Woche über das Gespräch an diesem Montag gesagt, dass dabei die Grundlagen für einen «Rostock-Plan» festgelegt werden sollen. Dazu müsste Rostock detaillierte Informationen vorlegen. Backhaus sagte nach dem Gespräch, dass die städtebauliche Entwicklung Rostocks ohne die Buga weiterhin möglich sei.

In Schwerin war zur Buga eine interministerielle Arbeitsgruppe (Imag) installiert worden. Nach der Absage werde diese nun aufgelöst. «Aber Rostock braucht weiter Unterstützung, um sich gut weiterzuentwickeln», sagte Backhaus. Finanzminister Heiko Geue (SPD) habe angeboten, die Leitung einer neuen Imag zu übernehmen, die das Staffelholz sozusagen weiterträgt.

© dpa

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