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Grevesmühlens Bürgermeister: Es gab rassistische Äußerungen

In Grevesmühlen, wo es einen Zwischenfall um eine Familie aus Ghana mit ausländerfeindlichen Äußerungen gab, ist am Donnerstag eine Menschenkette für Toleranz und Zusammenhalt geplant.
Mutmaßlich rassistischer Angriff in Grevesmühlen
Das Ortseingangsschild Grevesmühlen. © Bernd Wüstneck/dpa

Nach dem bundesweit beachteten Vorfall um eine Familie aus Ghana in Grevesmühlen soll am Donnerstag (17.00 Uhr) in der Kleinstadt mit einer Menschenkette für Toleranz und Zusammenhalt demonstriert werden. Verschiedene Initiativen schlössen sich dafür zusammen, sagte Bürgermeister Lars Prahler am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Es habe nicht den anfangs vermuteten Tritt ins Gesicht des achtjährigen Mädchens aus Ghana gegeben, doch Videos von der anschließenden Auseinandersetzung der Eltern mit Jugendlichen am Ort des Geschehens belegten, dass rassistische Äußerungen gefallen seien und es auch ein starkes Bedrohungspotenzial gegeben habe.

Prahler sagte weiter, es gebe in Grevesmühlen «an den Rändern Jugendliche, die wir nicht erreichen können». In der 10.500 Einwohner zählenden Stadt gehe es wirtschaftlich voran, es seien Ausbildungs- und Arbeitsplätze vorhanden, es gebe einen funktionierenden Jugendklub, Schulsozialarbeiter und Anti-Rassismus-Programme an den Schulen. Die Frage, wie man die genannten Jugendlichen erreichen könne, beschäftige ihn.

Die Polizei hatte kurz nach dem Zwischenfall vom Freitagabend mitgeteilt, einem achtjährigen Mädchen aus Ghana solle ins Gesicht getreten worden sein, das Kind sei verletzt. Später teilte die Polizei mit, das von seiner zehnjährigen Schwester begleitete Kind sei doch nicht verletzt. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock erklärte am Dienstag die unterschiedlichen Darstellungen mit einer hochemotionalen Lage vor Ort. Zunächst seien die Beamten davon ausgegangen, dass das Kind verletzt sei und hätten einen Krankenwagen angefordert. Später sei klar geworden, dass das Mädchen keine Verletzungen erlitten habe.

Nach der Auswertung von Videos erklärten die Ermittler am Montag, dass dem Mädchen nicht ins Gesicht getreten worden sei. Vielmehr habe ein Jugendlicher sein Bein in den Weg des Mädchens gehalten, das mit einem Roller unterwegs gewesen sei. Dabei habe er es mit der Fußspitze berührt. Anschließend kam es den Angaben zufolge zu einer verbalen und teils auch körperlichen Auseinandersetzung zwischen den ghanaischen Eltern und der Gruppe Jugendlicher. Dabei sei der Vater leicht verletzt worden, es seien auch ausländerfeindliche Äußerungen gefallen.

© dpa
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