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Freiwillige aus Deutschland in Israel - viele wollen bleiben

Erst vor sechs Wochen haben junge Erwachsene aus Deutschland Freiwilligendienste in Israel angetreten - nun beeinflusst der brutale Hamas-Angriff auch ihren Alltag. Sie müssen entscheiden, ob sie weitermachen.
Freiwillige aus Deutschland in Israel
Tim Gehrmann, Geschäftsführer bei der zuständigen DRK-Tochter Soziale Freiwilligendienste. © Jens Büttner/dpa

Die Ungewissheit in Israel nach dem Großangriff der Hamas trifft auch junge Deutsche, die in dem Land derzeit einen Freiwilligendienst absolvieren. 13 Freiwillige aus ganz Deutschland sind aktuell allein über das Rote Kreuz (DRK) nach Israel entsandt, wie Tim Gehrmann, Geschäftsführer bei der zuständigen DRK-Tochter Soziale Freiwilligendienste, der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin sagte. «Die meisten fühlen sich relativ sicher vor Ort und würden auch gern bleiben.» Eine Freiwillige sei mit einem Linienflug zurück nach Deutschland geflogen.

Die jungen Menschen, die derzeit in Israel leben und arbeiten, seien zwischen 18 und 20 Jahren alt, berichtete Gehrmann weiter. Erst im September hätten sie ihre Dienste in Krankenhäusern oder Kinder- und Jugendeinrichtungen angetreten. «Es ist ein kleiner Jahrgang, sonst haben wir auch schon mal um die 30 Leute vor Ort.» Mit den Freiwilligen sei man in regelmäßigem Kontakt. «Die Lage ist dynamisch und kann sich jederzeit ändern. Im Moment sagen aber unsere Partner vor Ort: Es ist sicherer, an einem Ort zu bleiben.»

Er selbst stehe in engem Kontakt mit den Partnerorganisationen in Israel, aber auch mit anderen deutschen Trägern, die derzeit Freiwillige in dem Land betreuen. Die Lage sei überall ähnlich: Viele junge Leute würden gern bleiben, man warte ab. Israel sei krisenerprobt und «höchst professionell» auch im Umgang mit Ausländern vor Ort. «Schon am Wochenende wurden wir per Mail aus dem zuständigen Ministerium informiert, dass alle unsere Freiwilligen wohlauf seien.»

Besorgte Nachrichten erhalte er mitunter von den Eltern der Freiwilligen, die sich eine Ausreise ihrer Kinder wünschten. «Das können sie aber nur selbst entscheiden - sie sind ja volljährig.»

Die Freiwilligenarbeit in Krankenhäusern sei nach vorübergehender Unterbrechung Anfang der Woche schon wieder angelaufen. Die Freiwilligen, die etwa in Kitas tätig seien, seien dagegen erst einmal vom Dienst freigestellt worden. «Da muss man sehen, wie es langfristig weitergeht und ob die Hilfe dann überhaupt noch gebraucht wird.»

Wer mit dem DRK nach Israel reist, beschäftigt sich schon im Vorbereitungsseminar mit Sicherheitsfragen. In Israel würden den Freiwilligen dann auch Schutzräume und Warn-Apps gezeigt.

Gehrmanns Team in Mecklenburg-Vorpommern betreut junge Erwachsene aus dem ganzen Bundesgebiet, die in Israel etwa am Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) teilnehmen. In der Regel sind die Teilnehmer ein Jahr lang vor Ort.

© dpa
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