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Forscher: Kernfusion hat wichtige Fortschritte verbucht

Kernfusion könnte viele Energieprobleme lösen - so die Verheißung. Daran arbeiten neben Forschungsinstituten auch immer mehr Start-Ups. Kritiker sehen den jüngsten Hype skeptisch.
Kernfusions-Forschung
Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Greifswald arbeiten (12.11.2009) in der Experimentierhalle an einem Magnetmodul. © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Die Kernfusion hat auf dem Weg zu einer möglichen Nutzung als Energiequelle laut Wissenschaft zuletzt wichtige Meilensteine verzeichnet. «In der Fusionsforschung hat es schon sehr signifikante Fortschritte gegeben, die die breite Öffentlichkeit ermutigen, dass das doch kein Luftschloss ist, an dem ewig herumgebastelt wird», sagte Thomas Klinger, Leiter des Fusionsexperiments «Wendelstein 7-X» bei Greifswald, der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Politik habe die «Ohren gespitzt».

Vor einem Jahr hatten Forscher in den USA gemeldet, erstmals bei einem Fusionsexperiment mithilfe von Lasern mehr Energie erzeugt zu haben als direkt hineingesteckt wurde. Hinzu kommen laut Klinger Meilensteine in der Kernfusionsforschung mittels Magneten, etwa Ende 2021 in Großbritannien oder Anfang 2023 in Greifswald.

Markus Roth von der Technischen Universität Darmstadt verwies auch auf die wachsende Zahl von Start-ups, die die Kernfusion belebten. Sie hätten teils private Investitionen im Milliardenbereich eingeworben. Roth hat selbst eine deutsch-amerikanisches Start-up mitgegründet im Bereich der Laserfusion. Deutsche Politiker hatten in zurückliegenden Monaten zusätzliches Geld für die Fusionsforschung zugesagt.

Kritiker sagen hingegen, die Erwartungen seien überschätzt. Die Kernfusion komme als mögliche Energiequelle zu spät und der Fokus sollte stärker auf erneuerbare Energien, Netze oder Speicher gelegt werden.

Redaktionshinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass die Meilensteine Anfang 2021 gewesen seien. Es muss heißen, dass die Meilensteine Ende 2021 und Anfang 2023 in Greifswald gewesen sind (29.11.2023 11.03 Uhr)

© dpa
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