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FDP will Jugendoffiziere der Bundeswehr an Schulen

Die neue Rolle der Bundeswehr ist derzeit viel diskutiertes Thema im politischen Raum. Das muss sich nach Ansicht der FDP auch an den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns niederschlagen. Ein Vorstoß, der im Landtag nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt.
Bundeswehrsoldaten
Bundeswehrsoldaten stehen auf einem Platz. © Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Für die von der FDP beantragte Beratung zum Einsatz von Jugendoffizieren an Schulen zeichnet sich für Donnerstag im Schweriner Landtag eine kontroverse Debatte ab. «Wir haben aus der Bundeswehr gehört, dass Soldaten dort nicht so gern gesehen werden. Zudem scheinen viele Schulen gar nicht zu wissen, dass das Angebot existiert, über die Rolle der Bundeswehr und die Lage in der Welt zu informieren», begründete FDP-Fraktionschef René Domke am Montag den Vorstoß seiner Partei, Jugendoffiziere stärker als bisher in den Schulunterricht einzubeziehen.

Die politische Bildung in den Bereichen der internationalen und Sicherheitspolitik habe im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine und des bewaffneten Konfliktes zwischen der Hamas und Israel enorm an Relevanz gewonnen, heißt es in dem Antrag. Jugendoffiziere könnten dazu beitragen, bei Schülern das Verständnis für Deutschlands Rolle in der Welt zu vertiefen. Eine demokratisch legitimierte Institution wie die Bundeswehr dürfe nicht aus dem öffentlichen Raum verbannt werden.

Grüne und Linke machten hingegen schon deutlich, dass sie dem Ansinnen der FDP kritisch gegenüberstehen. «Die Debatte, die Bundeswehr kriegstüchtig zu machen, geht in die falsche Richtung», sagte Torsten Koplin von der Linksfraktion. Wenn Offiziere in Schulen eingeladen würden, müssten zugleich dort immer auch Vertreter von Friedensinitiativen zu Wort kommen. «Die Linke pocht auf Parität», sagte Koplin. «Die Vielfalt muss erhalten bleiben», verlangte auch Grünen-Fraktionschef Harald Terpe.

Der CDU-Abgeordnete Sebastian Ehlers betonte, dass Jugendoffiziere nicht dazu da seien, Rekruten für die Bundeswehr zu werben. Der Einsatzbereich sei klar definiert in einer 2010 zwischen Landesregierung und Landeskommando getroffenen Vereinbarung. «Ich bin gespannt, wie das nun von der Linken geführte Bildungsministerium damit umgeht», sagte Ehlers.

Nach Ansicht der FDP bedarf die bestehende Kooperationsvereinbarung angesichts der neuen Weltlage einer Aktualisierung. So sollten Jugendoffiziere unter anderem auch in die Referendarsausbildung der Lehrkräfte für Sozialkunde und Geschichte einbezogen werden.

© dpa
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