Nach Bootsschuppen-Feuer: Täter unbekannt

12.05.2022 Nach dem Großfeuer in der Bootsschuppenanlage Neubrandenburg dauert die Suche nach Tätern an. Polizisten sichten Videoaufnahmen, den Brandort haben die Beamten nun zur Beräumung freigegeben.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Eine Woche nach dem Bootsschuppen-Großbrand in Neubrandenburg fahndet die Polizei noch nach möglichen Brandstiftern. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte, gibt es noch keine präzisen Hinweise in dem Fall. Das Gelände, wenige Meter vom Tollensesee entfernt, sei inzwischen nicht mehr beschlagnahmt und zur Beräumung freigegeben worden. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) sagte, die Stadt als Eigentümer der Flächen wolle auf jeden Fall, dass dort wieder Bootsschuppen entstehen.

Bei dem Brand am 5. Mai waren am Oberbach 60 Bootsschuppen und deren Inhalt zerstört worden. Der Gesamtschaden wurde bisher auf etwa 1,2 Millionen Euro geschätzt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung und hatte die Bewohner und Besitzer zuletzt aufgefordert, den Ermittlern Videoaufnahmen vom Feuerwehreinsatz am Tattag zur Verfügung zu stellen. Die Sichtung dauere noch an.

Das Feuer war am frühen Morgen erst in zehn Schuppen ausgebrochen. Durch das trockene Holz sowie Farben, Kraft- und Schmierstoffe, die wie Brandbeschleuniger wirkten, breitete sich das Feuer auf weitere Schuppenreihen aus. Am Ende waren 54 Bootsschuppen in zwei Doppelreihen ein Raub der Flammen, sechs weitere Unterstellmöglichkeiten wurden stark beschädigt.

Die Stadt hatte aus Umweltschutzgründen zunächst auch den Oberbach mit Ölsperren abgeriegelt. Diese Sperrung wurde wieder aufgehoben. Der Brandbereich mit den vielen verkohlten Schuppenresten und ausgebrannten Bootswracks sollte aus Versicherungsgründen nicht betreten werden, bis die Beräumung abgeschlossen ist, hieß es in einem Schreiben einer städtischen Betreibergesellschaft am Zaun.

Witt rechnet damit, dass allein die Bergung der Brandreste, wie auch der Öl- und Schmutzschicht, eine sechsstellige Summe kosten wird. Die endgültige Entsorgung werde wohl ebenfalls teuer. Die Bootsschuppen gehören den privat organisierten Pächtern der Flächen.

Es war bereits der zweite Brand innerhalb von knapp drei Wochen in der Anlage, die mehr als 400 Schuppen umfasst. Im April hatte ein Feuer in der Nähe fünf Bootsschuppen zerstört oder beschädigt, wo der Schaden auf 100.000 Euro geschätzt wurde. Auch hier wird wegen Brandstiftung ermittelt.

© dpa

Weitere News

Top News

Tv & kino

Medien: RBB-Affäre führt zu weiteren personellen Konsequenzen

1. bundesliga

Transfers: Wechsel perfekt: Timo Werner kehrt zu RB Leipzig zurück

Familie

57.000 Produkte: Studie zeigt Umweltauswirkungen tausender Lebensmitteln auf

People news

Leute: Trauer um «Grease»-Star Olivia Newton-John

Tv & kino

Featured: Cameron Diaz: Die besten Filme mit der Schauspielerin

Das beste netz deutschlands

Tipps für Eltern: Kinderfotos im Netz anonymisieren oder Zugriff beschränken

Handy ratgeber & tests

Featured: James-Webb-Aufnahmen in VR: Die Bilder des Weltraumteleskops kannst Du jetzt auch in Virtual Reality bestaunen

Auto news

Umfrage: Viele Autofahrer trauen sich Fahrprüfung nicht mehr zu

Empfehlungen der Redaktion

Regional mecklenburg vorpommern

Mecklenburgische Seenplatte: Aufräumarbeiten nach Bootsschuppen-Großbrand

Regional mecklenburg vorpommern

Ermittlung: Nach Großbrand in Bootsanlage: Polizei sucht Brandstifter

Regional mecklenburg vorpommern

Mecklenburgische Seenplatte: Wieder Bootsschuppen in Flammen: Brandstifter gesucht

Regional mecklenburg vorpommern

Mecklenburgische Seenplatte: Bootsschuppen-Großbrand: Nachbar-Pächter dürfen Boote bergen

Regional mecklenburg vorpommern

Mecklenburgische Seenplatte: Gutachter: Jüngster Bootsschuppen-Brand gelegt

Regional mecklenburg vorpommern

Mecklenburgische Seenplatte: Großbrand: 50 Bootsschuppen in Neubrandenburg zerstört

Regional mecklenburg vorpommern

Neubrandenburg: Bootsschuppen- und Scheunenbrand: Verdacht der Brandstiftung

Regional mecklenburg vorpommern

Mecklenburgische Seenplatte: Nach Bootsschuppen-Brandserie in Neubrandenburg wieder Feuer