Windkraft: Landesregierung zögert bei Flächenausweitung

05.07.2022 Während die Landesregierung beim Ausbau der Windkraft die Bevölkerung ins Boot holen will und konkrete Zielsetzungen meidet, kommt aus der Oposition scharfe Kritik. Das zuständige Ministerium sieht derweil noch Regelungsbedarf durch den Bund, der bereits konkrete Vorgaben auf den Weg gebracht hat.

Windenergieanlagen stehen auf einem Feld. © Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Das Wirtschaftsministerium in Schwerin will sich bei seinen Plänen für einen beschleunigten Ausbau der Windkraft an Land weiter nicht in die Karten schauen lassen. Dass eine Beschleunigung nötig ist, stehe außer Frage, doch «das was gesetzlich gefordert ist, muss praktisch auch umsetzbar sein. Eine der wesentlichen Aufgaben und Herausforderungen bleibt dabei, die Bürger bei der Energiewende mitzunehmen», teilte das Ministerium am Dienstag in Schwerin mit. Gemeint waren hiermit die Zielvorgaben des Bundesressorts, die Mitte Juni in einem Gesetzentwurf vom Kabinett verabschiedet wurden.

Den Vorstellungen von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zufolge sollen die Bundesländer dazu verpflichtet werden - je nach Wind-Potenzial und Gegebenheiten - mehr Flächen für den Bau von Windkraftanlagen auszuweisen. Bis 2032 sollen insgesamt 2 Prozent der Fläche Deutschlands zur Verfügung stehen - Mecklenburg-Vorpommern wird hier ein Anteil von 2,1 Prozent als Zielmarke zugeordnet.

Am Samstag hatte der erste Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher (SPD), sich mit der Forderung vorgewagt, Windkraftanlagen im Zweifel auch in Naturschutzgebieten zu errichten. In Schwerin will man sich dazu noch nicht positionieren: «Wir brauchen zunächst Klarheit bei den angedachten Änderungen des Oster- und des Sommerpakets», bisher plane der Bund nur mit der Zulassung für sogenannte Landschaftsschutzgebiete, nicht aber die besonders geschützten Naturschutzgebiete.

Der klima- und energiepolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag, Hannes Damm, kritisierte, dass Landeswirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) sich bei dem Thema hinter der Bürgerbeteiligung zurückziehe. «Was der verschleppte Ausbau der Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern für Konsequenzen hat, konnten wir am Freitag an der Schließung des Nordex-Rotorblattwerks in Rostock sehen», sagte er. Der Grüne forderte von der Landesregierung, mehr Flächen für Windkraftanlagen an Land und auf See auszuweisen. Aus seiner Sicht hätte das Land längst eigenständig handeln sollen und nicht warten, bis es vom Bund dazu gezwungen wird.

© dpa

Weitere News

Top News

Champions league

Supercup: Wunderreise vorbei: Frankfurt verliert gegen Real Madrid

People news

Leute: Barmherziger Beobachter menschlicher Komödie: Sempé ist tot

Mode & beauty

Sonnenschutz: Können Haare Sonnenbrand bekommen?

Tv & kino

TV: "Der Barcelona-Krimi": Clemens Schick ermittelt wieder

People news

Prozesse: Boris Becker gegen Oliver Pocher am 15. November vor Gericht

Auto news

Freze Froggy EV Beachster: Zugiger Zwerg

Handy ratgeber & tests

Featured: Galaxy Watch5 und Watch5 Pro: Das steckt in Samsungs neuen Wearables

Das beste netz deutschlands

Featured: Schutz vor Blitzschäden: So kannst Du Deine Technik bei Gewitter schützen

Empfehlungen der Redaktion

Inland

Umwelt: Konflikt um Artenschutz gelöst - Tempo für Windkraft-Ausbau

Regional mecklenburg vorpommern

Windkraftausbau: Spagat zwischen Klima- und Naturschutz

Regional mecklenburg vorpommern

Energie: Meyer: Nordex-Transfergesellschaft muss Unternehmen tragen

Regional mecklenburg vorpommern

Siegesmund: Thüringen muss noch zu viel Strom einkaufen

Regional mecklenburg vorpommern

Erneuerbare Energien: 2,1 Prozent Fläche für Windkraft 2032

Inland

Energie: Habeck: Gesetzespaket zu Windrädern zentral für Klimaschutz

Regional mecklenburg vorpommern

SPD: Umlage der Anschlusskosten für erneuerbare Energien

Regional rheinland pfalz & saarland

Energie: Rheinland-Pfalz forciert Ausbau der Windkraft