Landes-Gipfel berät über Energiekrise

Die Landesregierung hat zur großen Runde geladen, um auf die aktuelle Energiekrise zu reagieren. Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit hätten oberste Priorität. Ein ungutes Gefühl mit Blick auf den Winter bleibt.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht vor dem Start zur Mecklenburg-Vorpommern Tour mit Teilnehmern der Rundreise. © Jens Büttner/dpa

Die Sicherung des Energiebedarfs im nächsten Winter, den Ausbau erneuerbarer Energien, Energiesparmaßnahmen und Hilfen für die Bürger stehen im Mittelpunkt eines Energie-Gipfels, zu dem die Landesregierung am heutigen Montag nach Rostock geladen hat. «Wir wollen die guten Erfahrungen aus der Corona-Pandemie mit dem MV-Gipfel nutzen und haben deshalb alle Akteure an einen Tisch geholt», begründete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) das Treffen.

An der Konferenz nimmt die gesamte Landesregierung teil. Eingeladen sind zude Vertreter von Wirtschaft, Gewerkschaften, Sozialverbänden, Kommunen, regionalen Energieversorgern und aus dem Verbraucherschutz. Erwartet wird auch der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, der über die Gasversorgungslage in Deutschland informieren will. Insgesamt zählt die Runde 64 Teilnehmer.

Neben kurzfristigen Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung von Haushalten und Industrie soll es bei dem Treffen auch um den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien gehen. Wegen des fehlenden Planungsvorlaufs und wachsender Widerstände in Teilen der Bevölkerung waren im Nordosten zuletzt kaum noch neue Windräder errichtet worden.

Seitens der Grünen hatte es Kritik am Zeitpunkt des Treffens gegeben. Der Gipfel komme Monate zu spät. Ministerpräsidentin Schwesig setze die falschen Prioritäten. Die Grünen hätten schon seit März einen Energiegipfel gefordert, erklärte die Partei. Auch wenn in MV kein Atomkraftwerk steht, dürfte eine mögliche Laufzeitverlängerung der verbliebenen drei aktiven Nuklearanlagen thematisiert werden. Sie sollen Ende des Jahres vom Netz gehen. Schwesig hatte ich in der Frage gegen «Denkverbote» ausgesprochen.

© dpa
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