LNG-Pläne: Investor und Regierung kommen zusammen

Die Bundesregierung und die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern befassen sich nun auch offiziell mit Plänen des Unternehmens Deutsche Regas zur Anlandung von Flüssiggas (LNG) im vorpommerschen Lubmin. Im Beisein des Schweriner Wirtschaftsministers Reinhard Meyer (SPD) und des Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner (Grüne), wollen die Deutsche Regas und der französische Energiekonzern Totalenergies am Mittwoch in Rostock ein Eckpunktepapier unterzeichnen. Dabei gehe es um ein schwimmendes LNG-Terminal (FSRU), das von den Franzosen gechartert werden solle, wie das Schweriner Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte.
Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer beantwortet Fragen von Journalisten. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Bisher hatten sich die Regierungen in Schwerin und Berlin bezüglich des Vorhabens bedeckt gehalten. Die Deutsche Regas plant, ab Dezember bis zu 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich in das deutsche Fernleitungsnetz einzuspeisen. Dazu soll ein schwimmendes LNG-Terminal im Lubminer Hafen festmachen. Aufgrund der relativ geringen Wassertiefe des Greifswalder Boddens soll das Gas zunächst von einem Tanker mit kleineren Schiffen zum Terminal gebracht werden. Laut Unternehmen könnte die Menge später noch gesteigert werden, wenn Teile der nicht betriebenen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 genutzt würden.

In Lubmin treffen mehrere Gaspipelines aufeinander. Die Bundesregierung setzt bei dem Vorhaben, unabhängiger von russischem Gas zu werden, unter anderem auf den Aufbau einer LNG-Infrastruktur. Bei dem Termin am Mittwoch im Rostocker Seehafen soll es auch darum gehen, wie der Rostocker Hafen zur Energieversorgung beitragen kann. Auch hier war in der Vergangenheit die Anlandung von LNG diskutiert worden. Zudem könnte der Ostseehafen eine wichtige Rolle bei der Versorgung der PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt mit Öl spielen.

© dpa
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