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Einzelhandel: Wenig Vorfreude auf das Weihnachtsgeschäft

Zum Advent stellt sich bei vielen Menschen langsam Vorfreude auf Weihnachten ein. Bei den Einzelhändlern in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist davon jedoch wenig zu spüren. Der Handelsverband Nord spricht von Anspannung.
Weihnachtsgeschäft startet
Passanten sind auf dem Boulevard vor Geschäften unterwegs. © Bernd Wüstneck/dpa

Wenig vorweihnachtliche Stimmung beim Einzelhandel in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern: Der Handelsverband Nord rechne für November und Dezember zwar mit einem kleinen nominalen Umsatzplus, was preisbereinigt allerdings ein reales Umsatzminus bedeute, sagte Hauptgeschäftsführer Dierk Böckenholt am Mittwoch.

Knapp mehr als die Hälfte der Non-Food-Unternehmen rechne mit schlechteren oder deutlich schlechteren Umsätzen als im Vorjahreszeitraum. «Die Branche bekommt die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der darauf folgenden Inflation sowie seit neuestem auch die in Folge des Nahost-Konflikts weiter sinkende Kauflaune auch im Weihnachtsgeschäft massiv zu spüren», so Böckenholt.

Nach einer vom Handelsverband Deutschland in Auftrag gegebenen Studie des Handelsblatt Research Instituts planen die Verbraucher bundesweit im Durchschnitt 295 Euro für Weihnachtsgeschenke ein. Mehr als ein Viertel der Befragten wolle mehr als 300 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Besonders gefragt seien traditionell Geschenkgutscheine und Produkte aus den Bereichen Kosmetik und Körperpflege, Bücher und Schreibwaren, Uhren und Schmuck, Spielwaren, Unterhaltungselektronik und Bekleidung. Der Handelsverband betonte, das Weihnachtsgeschäft sei die umsatzstärkste Zeit im Einzelhandel. Der stationäre Handel erziele knapp 20 Prozent, der Online-Handel gut 25 Prozent seines Jahresumsatzes in den Monaten November und Dezember.

Deutschlandweit gaben nach Angaben des Handelsverbands innerhalb eines Jahres rund 9000 Einzelhandelsgeschäfte auf. In den drei Nordländern seien es 600 bis 700, sagte Böckenholt. Der Trend werde sich wahrscheinlich verstärkt fortsetzen. Die Unternehmen hätten zum Teil sehr hohe Lagerbestände, was die Liquidität belaste, sagte der Präsident des Handelsverbands Nord, Andreas Bartmann.

Ein weiteres Problem sei der Mangel an Fachkräften. Das könnte zu verkürzten Öffnungszeiten führen, was besonders für Innenstadtlagen schädlich wäre. «Wir haben im Wettbewerb mit anderen Branchen auch nicht unbedingt die attraktivsten Gehälter.» Sehr viele Verkäuferinnen und Verkäufer wanderten in andere Branchen ab, so Bartmann.

Für das Gesamtjahr rechnet der Handelsverband Deutschland für Schleswig-Holstein mit einem Umsatz von 24,88 Milliarden Euro, ein nominales Plus von 3,4 Prozent. Für Hamburg liegt die Prognose bei 16,99 Milliarden Euro (plus 2,4 Prozent) und für Mecklenburg-Vorpommern bei 11,09 Milliarden Euro (plus 4,6 Prozent).

© dpa
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